Anonymität im Netz – Die dunkle Seele der netten Nachbarn


dokumentenlebenszyklus grafisches Netz

Image via Wikipedia

Was die Anonymität im Netz zum Vorschein bringt, tut weh, ist aber vielleicht heilsam. Es lohnt sich, gelegentlich genauer hinzuschauen – um zu verstehen.

Am Sonntag stellte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in einem Interview das Recht auf Anonymität im Internet infrage. Und schon kurze Zeit später wurde seine Forderung dort diskutiert, wo der Minister hofft, mit Klarnamen für mehr verbale und politische Disziplin zu sorgen – mitten in der „braunen Soße“, im rechten Blog „politically incorrect“, wo sich die Islamhasser Deutschlands zum gemeinsamen Gallespucken treffen. Der Tenor der natürlich weiterhin unter Pseudonymen verfassten Beiträge: Die Anonymität im Netz sei in Deutschland nun einmal der einzige Weg, „offen“ zu sprechen, ohne von der „Meinungsmafia“ mundtot gemacht zu werden, von all den Politikern und etablierten Medien, den „Zensoren“, die bestimmte Äußerungen für unzumutbar erklärt haben. Weiterlesen

Kommentar bei denkbonus: „Norwegens Terroranschläge unter falscher Flagge“


http://denkbonus.wordpress.com/2011/07/27/norwegens-terroranschlage-unter-falscher-flagge/

Die Puzzleteile setzen sich mehr und mehr zusammen. Diese Vorgänge sind für mich ein weiterer Beleg für die Strategie der Festigung der imperialen Macht der USA über den Terror, so wie es ja in der britschen Dokumentation „The Power Of Nightmares“ schon so eindrucksvoll beschrieben wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg hatten die USA durch die kommunistische Bedrohung in Italien die hohe Effektivität geheimdienstlicher Kommandoperationen, zwecks Infiltrierung und politische Gleichschaltung fremder Länder unter US-Herrschaft entdeckt und wohl auch schätzen gelernt. Dieses subversive Wirken im Hintergrund der öffentlichen Politik wurde in der Folge während des Kalten Krieges systematisch ausgebaut, so dass die dafür zuständigen Institutionen wohl heute längst ein Staat im Staate darstellen dürften.

Norwegen dürfte mit seiner auf Eigenständigkeit, Friedlichkeit und Schuldenfreiheit beruhenden Politik ohnehin eine erhebliche Schwachstelle in der für die USA so wichtigen NATO-Gemeinschaft als Werkzeug für das imperiale Kriegs- und Bedrohungspotential darstellen. So verwundert es wohl auch nicht, dass Norwegen nun in den Fokus der Bemühungen der Geheimdienste geriet, als die Unterstützung der Libyen-Aggression in Norwegen allmählich bröckelte.

Es hilft wohl alles nichts, die Strategie des Terrors, die mit 9/11 ihren Anfang nahm, muss endlich schonungslos aufgeklärt werden, sie muss möglichst einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt werden, damit diese Politik der Angst und des Terrors ihren Schrecken verliert und die wahren Verursacher sich dahinter auch nicht mehr verstecken können.

Minister Friedrich warnt: „Die gefährlichen Rechtsextremen“


German People's Union

German People's Union

Verfassungsschützer und Polizisten fahnden im rechtsextremen Milieu in Deutschland nach Unterstützern des norwegischen Massenmörders. Die Szene ist heterogen und unterschiedlich radikal. Einige feiern Anders Breivik als „Wikinger“, der Europa rette. Andere distanzieren sich scharf.

Für die Extremismusfahnder ist die Lage ziemlich unübersichtlich. Auf der Suche nach Unterstützern und Sympathisanten des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik im deutschen rechten Milieu zeigt sich ein diffuses Bild.

Die „braune Szene“ in Deutschland ist tatsächlich bunt. Nicht jeder rechtspopulistische Verein ist rechtsextrem und wird auch vom Verfassungsschutz beobachtet. „Neonazi“-Gruppen verfolgen andere Ziele als rechtsgerichtete Rocker-Banden oder Freimaurer.

Hans-Peter Friedrich - der neue Innenminister

Sicher ist indes: Die nationalistischen und anti-islamischen Thesen von Anders Behring Breivik finden auch in Deutschland Gehör. Laut aktuellem Vefassungsschutzbericht gab es Ende 2010 in Deutschland 219 (2009: 195) rechtsextreme Organisationen. Darunter fallen Vereine und Gruppen, die von nationalistischen und rassistischen Anschauungen geprägt sind. Weiterlesen