Der Milliardär Frank Stronach will ins Parlament – mit Angriffen auf Kanzlerin Merkel und Südeuropäer


Frank Stronach

Frank Stronach (Photo credit: Wikipedia)

Neben Österreichs Populisten ist Sarrazin ein Bube

Der Milliardär Frank Stronach will ins Parlament – mit Angriffen auf Kanzlerin Merkel und Südeuropäer

Deutsch: Cover des Buches Deutschland schafft ...

Deutsch: Cover des Buches Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin. (Photo credit: Wikipedia)

Seit dem Tod des Rechtspopulisten Jörg Haider, dem Gründer der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ, FP) sowie später dem Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ, BZ) und HC Strache war Schluß mit schrillen Tönen, die aus der Politik Österreichs nach Deutschland drangen. Doch mit dieser wohltuenden Stille scheint nun Schluß zu sein.

Auf den Rechtspopulisten folgt der Europopulist: Frank Stronach, mit seinem Autozulieferer-Konzern Magna in Kanada vom Hungerleider zum Milliardär aufgestiegen, will die Politik in seiner alten Heimat aufmischen. Weiterlesen

Prof. Dr. Moshe Abramowicze ben Babylon: Tabubruch als Stilisierungsmittel in der Politik


Adolf Hitler and Benito Mussolini in Munich, G...

In München. Duce und Adolf.

Die Juden gehören zu den intelligentesten, aber auch zu den umstrittensten Menschen auf dem Planeten Erde im Sonnensystem der Milchstraße im Universum. Ich bin von meiner Profession her zunächst Astronom und erforsche im Schwerpunkt Quasare, eine der rätselhaftesten Manifestationen des Unbeschreiblichen im Kosmos, den wir auch Weltall oder Universum nennen. Hin und wieder gelingen neue Ansatzpunkte für neue Ansätze, den Makrokosmos mikroskopisch in eine neue Variante der Selbsterfindung zu heben.

Nun, liebe Leserin, sehr verehrter Leser, genau dies, diese Varianten der Selbsterfindung tauchen dann selbstverständlich da auf, dort auf, hier auf, wo sich das Universum des vom Affen zum Menschen degenerierten „Quasarentums“ erschafft, geleitet von Khasarentum. Wie Sie bereits hier bemerken, gibt es eine klangliche Koheränz des Phänotypischen zum Holotypischen hin zum Semantischen bis hin zum Antisemantischen, woraus die Erfinder des Erfindens des Geistigen das Antisemitentum als Prätabu etablierten.

Denn: was haben eine Äthopierin mit einem Perser und mit einem Hebräer oder gar einem blonden und blauäugien Knaben wie Simon Unverdorben gemeinsam? – Nun, sie sind alle Semiten. Spätestens hier würde die Paraphrase des Antisemiten ad absurdum geführt. Denn dann wäre Adolf Hitler ein Antisemit, weil er aus Braunau am Inn, einer ursprünglichen königlich-bayerischen Regionalmetrolpole!!! Weiterlesen

Thilo Sarrazin sucht in Kreuzberg das Gespräch und wird verjagt


Thilo Sarrazin in Kreuzberg und Neukölln

Ex-Senator Thilo Sarrazin wollte in Kreuzberg das Gespräch mit den Menschen suchen. Der Versuch ging gründlich nach hinten los, Sarrazin fühlte sich aus dem Kiez „förmlich herausgemobbt“.

Thilo Sarrazin in Kreuzberg – was sich bereits nach einer Kontroverse anhört, wurde für den ehemaligen Finanzsenator in der vergangenen Woche zu einem Spießrutenlauf. Unter Beschimpfungen und Schmährufen wurde Sarrazin aus dem Kiez gejagt. „Ich habe die Information über Sarrazins Besuch in Kreuzberg erst für einen Scherz gehalten“, sagt Redakteur Metin Yilmaz, der für den Sender „Berlinturk“ im Einsatz war. Er habe erst kurz vor Sarrazins Auftauchen auf dem Markt am Maybachufer davon erfahren.

Thilo Sarrazin wollte seine umstrittenen Thesen in Kreuzberg mit dem einfachen Mann von der Straße diskutieren. Stattdessen wurde er verjagt

Thilo Sarrazin wollte seine umstrittenen Thesen in Kreuzberg mit dem einfachen Mann von der Straße diskutieren. Stattdessen wurde er verjagt

Der „Türkenmarkt“ sollte die erste Station Sarrazins werden. Weiterlesen

Warum es besser gewesen wäre, Thilo Sarrazin einen leckeren Döner zu servieren.


Am lautesten waren alternativ angehauchte Migranten-Yuppies

Türkische Sprichwörter sind beliebt. Und einige helfen sogar in Deutschland. Sana taş atana, sen ekmek at zum Beispiel, was so viel heißt wie: »Wenn dich jemand mit Steinen bewirft, wirf Brot zurück.« Wahlweise gibt es den Spruch auch mit Rosen.

Nun war Thilo Sarrazin also bei den Türken und Arabern in Berlin-Kreuzberg. Geplant war eine »lockere Begegnung«, sagen die Macher der ZDF-Kultursendung Aspekte, die den Ex-Bundesbankvorstand und Integrationskritiker mit der Kamera begleiteten. Die Stationen dieses Kiezspazierganges waren der »Türkenmarkt« am Maybachufer (was wohl dem besonderen Interesse des Bestsellerautors an Obst- und Gemüsehändlern Rechnung tragen sollte), ein türkisches Restaurant, wo sich Sarrazin bei einem Mittagessen mit dem erfolgreichen Besitzer unterhalten wollte, und ein Besuch bei der Alevitischen Gemeinde.

Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin steht zusammen mit einem Kamerateam des ZDF bei einem Gemüsehändler in Berlin-Kreuzberg.

Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin steht zusammen mit einem Kamerateam des ZDF bei einem Gemüsehändler in Berlin-Kreuzberg.

Wie locker das alles tatsächlich wurde, kann man in einem vorab veröffentlichten Video auf YouTube sehen. Wo Sarrazin auch hinkam, schlossen sich die Türen. Es fanden sich überall ein oder zwei meist türkischstämmige Kreuzberger, die deutlich machten, dass er sich doch bitte aus »ihrem« Kreuzberg entfernen solle. Für wen sie sprachen, wurde nicht klar. Sie führten sich aber auf, als seien sie die Rächer der entehrten türkischstämmigen Kreuzberger. Oder gleich aller Deutschtürken. Bei der Alevitischen Gemeinde fand sich sogar eine kleine Gruppe, die Sarrazin im Chor »Hau ab!« entgegenrief.

Es gab also kein Brot für den Mann, durch den sich viele Einwanderer auf ihren genetischen Code reduziert sahen. Und auch keine Rosen. Dabei wäre es die beste Gelegenheit gewesen, sich mit Thilo Sarrazin und seinen Thesen, die sich mehr als eine Million Mal verkauft haben, auseinanderzusetzen. Auf dem Türkenmarkt: ihn mit einem Kilo Tomaten zu beschenken und ihm dabei zu erzählen, wie hart es ist, jeden Tag um drei Uhr morgens aufzustehen und Gemüsekisten zu schleppen. Im Restaurant: dem Ex-Finanzsenator von Berlin den besten Döner zu servieren, ihn exquisit zu bedienen, natürlich nicht abzukassieren und über Vor- und Nachteile der Risikobereitschaft von migrantischen Unternehmern für die deutsche Volkswirtschaft zu debattieren. Bei den Aleviten: gemeinsam über die Bedeutung des Humanismus in den unterschiedlichen Glaubensrichtungen nachzudenken. Und bei der Gelegenheit den Beweis anzutreten, dass die Tendenz, beleidigt zu sein, vielleicht eine Frage der Mentalität, nicht aber des Glaubens ist.

Es wäre die Gelegenheit gewesen, zu reden und gehört zu werden. Reden und notfalls streiten ist immer besser, als die Tür zuzuschlagen.

Stattdessen großes Bohei. Wegen der Überreaktion einiger Hitzköpfe herrscht nun wieder das Bild des aufgeregten Migranten vor. Interessant dabei ist, dass am lautesten ein paar alternativ angehauchte Migranten-Yuppies aufschrien und den Restaurantbesitzer unter Druck setzten. Eine besonders empörte junge Frau (mit deutschem Pass und Uni-Abschluss) fand es »ganz schlimm«, dass Sarrazin dahin komme, wo auch sie jeden Tag esse. Als gebürtige Kreuzbergerin wolle sie bitte nicht in dem Raum sitzen, den Sarrazin mit seinen »blöden« Thesen verpestet habe.

Der prominente Besucher wurde gebeten, das Lokal zu verlassen. Die wenigen Schreihälse konnten die friedliche, zumindest desinteressierte Mehrheit übertönen. Leider gab der Restaurantbesitzer dem Druck nach. Es wurden noch ein paar Sätze wie »Sie beleidigen die Menschen« oder »Sie benehmen sich schlecht« ausgetauscht, dann gingen Sarrazin und das Filmteam von Aspekte. Am kommenden Freitag will das ZDF den Beitrag ausstrahlen.

Die Türken servierten Thilo Sarrazin genau das, was er ihnen vorwirft: die Tendenz zum Beleidigtsein. Doch diese Charaktereigenschaft scheint kulturell oder genetisch nicht festgeschrieben zu sein. In einem »Erlebnisbericht« schrieb Sarrazin in einer Zeitung, dass er sich aus Kreuzberg weggeschlichen habe wie ein »geprügelter Hund«. Das ist wenigstens melodramatisch – fast auch ein bisschen beleidigt.

Und dennoch: Liebe Kreuzberger, beim nächsten Mal weniger Hysterie. Es müssen ja keine Rosen sein. Aber gebt dem Mann bitte einen ordentlichen Döner, einen bequemen Stuhl. Und redet mit ihm.

Kein Döner für Sarrazin!


Ist die Verweigerung eines Diskurses mit dem selbsternannten Migrationsforscher „antidemokratisch“?

Sarrazins Besuch in Kreuzberg hatte das Ziel, Türken zu beleidigen. Da muss man nicht nett zu ihm sein, schreibt Deniz Baspinar in einer Erwiderung auf Özlem Topcu.

Thilo Sarrazin - Kein Döner für Sarrazin!

Thilo Sarrazin - Kein Döner für Sarrazin!

Gestern schrieb Özlem Topcu, es wäre besser gewesen. Thilo Sarrazin einen leckeren Döner zu servieren, als ihn in Kreuzberg zu beschimpfen. Deniz Baspinar antwortet.

Die Redaktion des ZDF-Magazins aspekte hielt es offensichtlich für eine gute Idee, die Journalistin Güner Balci zusammen mit dem ehemaligen Berliner Finanzsenator und selbsternannten Migrationsforscher Thilo Sarrazin in Begleitung eines Kamerateams nach Berlin-Kreuzberg zu schicken. Man stellt sich unwillkürlich vor, unter welchem Arbeitstitel die Expedition wohl geführt wurde: „In die Höhle des Löwen!“ vielleicht, „Self fullfilling Vorurteil“ oder aber „Falscher Mann am falschen Platz“. Weiterlesen