Nach dem Platzen der Lolita-Affäre mit 16jähriger Kathies S. aus Korschenbroich: v. Boetticher tritt kräftig nach


Peter Harry Carstensen

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Nach einer Woche Flucht vor der Öffentlichkeit bricht Christian von Boetticher sein Schweigen: Eigene Fehler in der Affäre mit einer Minderjährigen kann er nicht erkennen. Grund für den Rücktritt sei eine Intrige.

Man muss sich die Woche nach seinem Blitzrücktritt wie die Flucht eines Bankräubers vorstellen.

Ständig hat Christian von Boetticher seinen Aufenthaltsort gewechselt, hat mal bei Freunden übernachtet und mal im Hotel – immer darauf bedacht, nicht aufzufallen, um bloß nicht auf seine Liebesbeziehung mit einer 16jährigen angesprochen zu werden, die ihn seine politische Karriere in der Nord-CDU gekostet hat.

Sogar rasieren konnte sich Boetticher nicht. In den Badezimmern seiner Gastgeber fand er nur Nassrasierer vor. Und er rasiert sich immer nur trocken, seit er 16 ist. Weiterlesen

Ein Politiker in der Facebook-Falle – Christian von Boetticher und das Ende einer Traumkarriere


Facebook wird für Christian von Boetticher zum doppelten Verhängnis: Er lernte dort nicht nur seine 16jährige Geliebte aus dem Rheinland, aus Düsseldorf, kennen.

Seine Kritiker werfen im jetzt auch vor, dass die sozialen Netzwerke für ihn wichtiger waren als die Politik Der Politiker zeigte sich in der Öffentlichkeit nur sehr selten mit seiner Lebensgefährtin Anna Christina Hinze. Wie geht es für die CDU-Frau als wissenschaftliche Mitarbeiterin aus dem Landesverband Hamburg nach Christian von Boettichers Lolitagate für sie weiter?

CDU-Politiker Christian von Boetticher bei der Verkündung seines Rücktritts

CDU-Politiker Christian von Boetticher bei der Verkündung seines Rücktritts

Nach dem Schock in der CDU Schleswig-Holstein verdichten sich die Hinweise, dass Wirtschaftsminister Jost de Jager die Nachfolge des am Sonntag zurückgetretenen Spitzenkandidaten Christian von Boetticher antreten soll.

Der 46jährige ist offenbar bereit, die Partei in die Landtagswahl im kommenden Jahr zu führen. De Jager gilt als kompetent und durchsetzungsstark. Journalist von Hause aus, zog er 2005 in die Landesregierung ein – als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Dieses führt er als Minister seit 2009. Seither hat er sich auch bei schwierigen Themen wie der Fehmarn-Belt-Querung oder der Elbvertiefung Respekt verschafft.

De Jager galt in der CDU als zu wenig vernetzt

Bereits als es um die Suche eines Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr ging, hatte de Jager Ambitionen gezeigt.

Er gilt allerdings in der CDU als nicht so gut vernetzt. Er sei keinesfalls ein „Umarmer“ wie der noch amtierende Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen, heißt es. Weiterlesen