USA: Pleitestaat Florida macht Kasse im Knast


Charles Dickens, a former resident of Lant Street.

Charles Dickens

So sehr sorgt sich Sheriff Grady Judd um die Finanzen seines Gefängnisses, dass er Insassen jetzt auch an die Wäsche geht. „Das ist hier nicht das Hilton oder ein Wohlfahrtsprogramm“, meint der gestrenge Chef des Knastes von Polk County in Florida. Wer in seiner Anstalt künftig Unterwäsche will, soll auch dafür bezahlen.

TAGESPAUSCHALE

In Kalifornien wollte der republikanische Senator Tom Harman den Behörden per Gesetz erlauben, pro Hafttag bis zu 25 Dollar einzustreichen. Die Gesetzesinitiative scheiterte im vorigen Jahr kläglich.

BEGRÜSSUNGSGELD

Mit den 20 Dollar Empfangsgebühr in Butler sind Häftlinge noch gut bedient. Im benachbarten Hamilton County müssen Neuankömmlinge in einer Haftanstalt gleich 40 Dollar bezahlen. Seit 2008 wird dieser Betrag fällig.

45 000 Dollar (umgerechnet etwa 31 500 Euro) will Judd damit pro Jahr sparen. „Das ist eine Stelle, das rettet jemandem den Job“, sagte er. Der Sheriff ist nicht allein: Im Kampf gegen klamme Kassen sind seine Kollegen landauf landab gezwungen, neue Pfade zu beschreiten. Weiterlesen