Norwegens Geheimdienst PST: „Attentäter ein einsamer Wolf“


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Image by isafmedia via Flickr

Sein Anwalt hält ihn für geisteskrank, der norwegische Geheimdienst PST für einen Täter mit Plan. Nach bisherigen Erkenntnissen ist Anders Behring Breivik ein Einzeltäter. In Untersuchungshaft wird er ständig beobachtet: Suizidgefahr.

Für seine Behauptung, gewaltbereite Komplizen in Norwegen und im Ausland zu haben, fehlt nach Überzeugung des norwegischen Geheimdienstes PST noch immer jeder Beweis. Zugleich wies Geheimdienstchefin Janne Kristiansen Vermutungen von Anders Behring Breiviks Anwalt Geir Lippestadt zurück, der 32-Jährige sei geisteskrank.

Dem britischen Sender BBC sagte Janne Kristiansen am Mittwoch in Oslo: «Breivik hat allein gehandelt.» Sie begreife ihn «als zurechnungsfähige Person, denn er hat sich für eine sehr lange Zeit auf eine Sache konzentrieren können». Mehrere norwegische Zeitungen zitierten die Geheimdienstchefin zudem mit der Äußerung: «Dies ist ein einsamer Wolf, der unter alle unsere Radarsysteme schlüpfen konnte.» Weiterlesen

Polizei fahndet nach Breivik-Verehrer


Dagbladet

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Die Polizei fahndet nach einem möglicherweise gewaltbereiten Verehrer des mutmaßlichen Attentäters Breivik. Wegen eines verdächtigen Gepäckstücks war der Hauptbahnhof in Oslo am Mittwochmorgen teilweise geräumt worden. Inzwischen läuft der Verkehr wieder. Medienberichten zufolge hat die norwegische Polizei die Fahndung nach einem möglicherweise gewaltbereiten Verehrer des mutmaßlichen Attentäters Anders Behring Breivik eingeleitet.

Der Mann identifiziere sich mit Behring Breivik und gelte als psychisch instabil und gefährlich, berichtete der Fernsehsender NRK am Mittwoch. Die Polizei veröffentlichte ein Foto des 42-Jährigen, der nach einem Angriff auf eine Polizeistation erst am Montag aus dem Gefängnis freigelassen worden war.

Polizei fahndet nach Breivik-Verehrer

Polizei fahndet nach Breivik-Verehrer

Polizeisprecher Per Thomas Omholdt sagte, es gebe zwar keine direkte Verbindung zwischen dem Verdächtigen und den Anschlägen vom Freitag. Der Mann solle aber festgenommen und von einem Arzt untersucht werden. Am Mittwochmorgen hatte die Polizei den Osloer Hauptbahnhof evakuiert, nachdem ein verdächtiger Koffer gefunden wurde.

Der Polizei war gemeldet worden, dass ein Mann „auf eine komische Art und Weise“ aus dem Bus ausgestiegen sei, der vor dem Bahnhof geparkt war. Dabei ließ er sein Gepäck zurück. Weiterlesen

„Tempelritter“ Anders Behring Breivik stellt knallharte Bedingungen zur Kooperation


Coat of arms for the municipality of Oslo (kom...

Coat of arms for the municipality of Oslo

Die Polizei fahndet weiter unter Hochdruck weiter nach möglichen Helfern des Todesschützen. Anders Behring Breivik befindet sich Isolationshaft. Er soll angedeutet haben, über Mitwisser auspacken zu wollen. Angeblich stellt er dafür jedoch Bedingungen.

Hatte Anders Behring Breivik doch Helfer? Er selbst suggeriert das. Am Dienstag teilte sein Anwalt Geir Lippestadt mit, Anders Behring Breivik habe im Gespräch mit ihm angegeben, Kontakte zu Gleichgesinnten im Ausland zu haben. Neben zwei „Zellen“ in Norwegen gebe es weitere im Ausland. Der Verteidiger hält Breivik für geistesgestört. Aber die Ermittler wollen sichergehen und schließen deshalb nichts aus. Die Fahndung nach möglichen Helfern läuft auf Hochtouren.

Die Polizei prüft Verbindungen zu rechtsextremen Gruppierungen in Norwegen und im Ausland. Auch der deutsche Verfassungsschutz ermittelt. Sein 1500-seitiges Manifest schickte Breivik auch an rechte Kameradschaften in Unna und Dortmund sowie die rechtsgerichtete Gruppierung Pro Köln. Weiterlesen

Hintergrundinformationen zum „Terror in Norwegen“: Olso Attentäter Anders Behring Breivik spricht von Komplizen


The logo of the Bundesamt für Verfassungsschut...

The logo of the Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV)

In dem sozialistischen Jugendlager auf der Insel Utøya bei Oslo fand einen Tag vor dem Massaker eine anti-israelische Demonstration statt. Wie israelische und norwegische Zeitungen berichten, wurde diese im Beisein von Norwegens Außenminister Støre durchgeführt.

Teilnehmer des Jugendcamps hielten Transparente mit der Aufschrift »Boikott Israel« hoch, während Støre bei einer Podiumsdiskussion auftrat. Die Veranstalter gelten als streng anti-israelisch.

Überlebende Augenzeugen der blutigen Schießerei berichten, sie hätten das Massaker zunächst für eine Show gehalten, die die israelischen Verbrechen an Palästinensern darstellen sollte.

Mehrere Täter weisen laut Expertenmeinung auf eine kriminelle Verschwörung hin – diesen Eindruck sollten die Medien jedoch unbedingt vermeiden, berichtet der USA-Journalist Webster Tarpley. Zudem häufen sich die Berichte, nach denen US-Geheimdienste pensionierte norwegische Parteioffiziere rekrutiert haben sollen.

Entsprechende Berichte zeigte der Fernsehsender TV2 bereits im vergangenen Jahr. Die Agenten sollen die norwegische Polizei unterwandert haben.

Ziel sei die Annäherung an die arabische Welt und der offenbar bevorstehende Ausstieg Norwegens aus der Koalition der Länder, die den Luftkrieg gegen Libyen führen. Dafür spricht, dass die norwegische Polizei an dem Ort, wo die Bombe hochgegangen war, bereits vor einem Jahr eine entsprechende Übung durchgeführt hatte. Wie die Zeitung Aftenposten berichtet, sei damals die Bevölkerung nicht informiert gewesen, weshalb es zu Panikreaktionen kam.

Neben einigen Indizien auf mehrere Täter bei dem norwegischen Doppelanschlag findet sich in dem 1.500 Seiten- Manifest des Attentäters Anders Behring Breivik ebenso ein Hinweis. Laut Welt-online beschreibt Anders Behring Breivik in einem Tagebuch zwei weitere terroristische Zellen. So berichtet Anders Behring Breivik in dem Dokument, er wolle nach der »Herstellung von Sprengstoff« versuchen, so wörtlich: »in Kontakt zu treten mit Zelle 8b und 8c«. Nähere Ausführungen dazu finden sich nicht. In seinem Manifest gibt es einen weiteren Hinweis auf ein mögliches Netzwerk, dem Breivik eventuell angehörte. Der Norweger schrieb in einem Tagebuch von Gleichgesinnten in Schweden, die ebenfalls als »Zellen« formiert seien.

Während Welt-online die Angaben so interpretiert, Anders Behring Breivik habe alleine und ohne Mittäter gehandelt, berichten die österreichische Presse und zahlreiche andere Zeitungen das Gegenteil. Dort heißt es, in der Anhörung habe Breivik behauptet, nicht alleine gehandelt, sondern mit Komplizen zusammengearbeitet zu haben. Das habe Haftrichter Kim Heger bekanntgegeben.

Augenzeugen sagten ebenso aus, auf der Insel  Utøya sei ein zweiter Schütze gewesen. Die Polizei gab auf einer Pressekonferenz zu, es könne durchaus mehrere Täter gegeben haben. Weiterlesen

Hamburger Morgenpost 25.07.2011: Die Morde waren grausam, aber notwendig


Hamburger Morgenpost 25.07.2011: Die Morde waren grausam, aber notwendig

Hamburger Morgenpost 25.07.2011: Die Morde waren grausam, aber notwendig

Quelle: Hamburger Morgenpost 25.07.2011: Die Morde waren grausam, aber notwendig

Verfassungsschutz prüft Neonazi-Kontakte

Merkel im Visier des Oslo-Attentäters? Weiterlesen

Oslo: Biobauer sprengt Regierungsviertel in die Luft


Unmittelbar nach den Attentaten in Norwegen haben »Experten« uns in allen Medien mitgeteilt, warum die Attentäter nur aus dem islamistischen Milieu stammen können. In der ARD gab es eine Sondersendung, wo der ARD-Terrorexperte diese »Erkenntnis« verkündete. Nicht anders äußerte sich das ZDF. Und auch der Spiegel verbreitete diese angebliche Erkenntnis. In Wahrheit war alles ganz anders. Den Experten hätte schon bei den ersten Meldungen vom Massaker auffallen müssen, dass der Attentäter laut Augenzeugen eine kugelsichere Weste trug.

Olsoer Biobauer Anders Behring Breivik sprengt Regierungsviertel in die Luft

Olsoer Biobauer Anders Behring Breivik sprengt Regierungsviertel in die Luft

Der Täter war bei der norwegischen Polizei seit langem bekannt: Der am 13. Februar 1979 geborene Norweger Anders Behring Breivik. Er hatte das blutige Attentat mehrfach im Internet angekündigt (zuletzt 6 Stunden vor der Explosion der Autobombe). Er veröffentlichte lange vor dem Attentat Anleitungen zum Bombenbau im Internet. Und er veröffentlichte Hinweise, wie man am besten möglicht viele Menschen tötet, indem man den Überraschungseffekt nutzt. Er wusste, dass die norwegische Polizei ihm wegen dieses Überraschungseffekts und aus Verwirrung viel Zeit für ein Massaker lassen würde – 90 Minuten.

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