Sex- und Blutorgien im Zentrum der Weltrevolution


Nachts kamen Stalins Killer: Im Moskauer Hotel Lux lebten und starben zahllose KP-Funktionäre und Emigranten. Leander Haußmann macht daraus eine Komödie.

Ernst Thälmann (1932)

Ernst Thälmann (1932) (Photo credit: Wikipedia)

„Wat sagt ihr – heut’ hab’ ich für ’ne Dose Kondensmilch mit ’ner Großfürstin gepennt!“ Das war Rußland. Das war Ernst Thälmann.

Und das war das Hotel Lux. Jenes legendäre Hotel in der Uliza Twerskaja 10, in dem seit dem III. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale (Komintern) 1921 die Delegierten aus aller Welt untergebracht wurden.

Das Hotel Zentralnaja in der Moskauer Twerskaja Ulica ist besser bekannt als "Hotel Lux", wie es in den Dreißigern hieß. Es beherbergte viele kommunistische Flüchtlinge aus Westeuropa, vor allem aus Deutschland. Unliebsame Genossen wurden hier von der sowjetischen Führung allerdings auch gegen ihren Willen festgehalten. Der Kopf ...

Das Hotel Zentralnaja in der Moskauer Twerskaja Ulica ist besser bekannt als „Hotel Lux“, wie es in den Dreißigern hieß. Es beherbergte viele kommunistische Flüchtlinge aus Westeuropa, vor allem aus Deutschland. Unliebsame Genossen wurden hier von der sowjetischen Führung allerdings auch gegen ihren Willen festgehalten. Der Kopf …

So grotesk, wie es der Film Hotel Lux vorführt, war die Wirklichkeit in dem Haus allerdings nicht, das die einen „Hauptquartier des Generalstabes der Weltrevolution“, die anderen einen „Goldenen Käfig der Komintern“ nannten.

Deutsch: Ernst Thälmann Denkmal in Werdau.

Deutsch: Ernst Thälmann Denkmal in Werdau. (Photo credit: Wikipedia)

Und so trickreich wie der Filmheld Hans Zeisig, von Michael „Bully“ Herbig gemimt, sich den politischen Zumutungen und lebensbedrohenden Bedrängnissen zu entziehen vermag, kam im echten Hotel Lux keiner davon.

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