Quecksilber im Gehirn: Zahnärzte besonders betroffen


Pituitary and pineal glands

Pituitary and pineal glands (Photo credit: Wikipedia)

Von der dampfförmigen, besonders gefährlichen Form des Quecksilbers sind hauptsächlich Zahnärzte und deren Personal betroffen: Der MAK-Wert für Quecksilber von 0,1 mg/m3 Luft wird in Zahnarztpraxen besonders während der Durchführung von Amalgamarbeiten überschritten.

Die Quecksilberkonzentrationen im Zentralnervensystem sind bei Zahnärzten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen signifikant erhöht. Dabei steigt mit zunehmendem Alter die Quecksilberkonzentration kontinuierlich an, bedingt durch die lange Halbwertszeit im Gehirn.

Ein interessanter Aspekt dabei ist, dass zusammen mit dem Quecksilber auch hohe Selenkonzentrationen in Kortex und Hypophysen von Zahnärzten gefunden wurden, so daß sich trotz der relativ hohen Quecksilberbelastung keine klinischen Symptome zeigten. Die Erklärung dafür ist: Selen bildet mit Quecksilber einen Selen-Hg-Protein-Komplex oder Hg-Selenid. Das Quecksilber wird dadurch inaktiviert und kann seine Schadwirkung nicht mehr entfalten. Weiterlesen

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