NPD vergleicht Oslo mit Hitler-Attentat


Adolf Hitler and Benito Mussolini in Munich, Germany, ca. 06/1940

Adolf Hitler and Benito Mussolini in Munich, Germany, ca. 06/1940

Nach dem Blutbad von Norwegen diskutiert die deutsche Politik darüber, wie man dem Rechtsextremismus Einhalt gebieten kann. Auch der Ruf nach einem NPD-Verbot tauchte wieder auf.

Das nutzt die rechtsextreme Partei, um sich zu empören und das Oslo-Attentat mit jenem auf Hitler zu vergleichen.

76 Menschen sind in Norwegen ums Leben gekommen, als Anders Behrens Breivik zunächst in Oslo eine Bombe zündete und anschließend auf der Insel Utoya Dutzende Jugendliche erschoss. Seine Begründung der Tat, er habe Europa „vor Kulturmarxismus und Islamisierung retten“ wollen, hat die Debatte ausgelöst, wie man dem Rechtsextremismus Einhalt gebieten kann. In dem Zusammenhang forderte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, einen neuen Anlauf für ein NPD-Verbotsverfahren zu starten. Weiterlesen

Oslo-Attentäter Anders Behring Breivik hatte weitere Terrorpläne


Der Attentäter von Oslo, Anders Behring Breivik, hatte nach Angaben seines Anwalts bei seinen Anschlägen weitere Terrorziele im Visier. Verteidiger Geir Lippestad sagte der Zeitung «Aftenposten», der 32-Jährige habe «noch mehrere Pläne in unterschiedlicher Größenordnung» gehabt.

Außer der Bombe im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt und dem Massaker auf der Insel Utøya habe Anders Behring Breivik beabsichtigt, zwei weitere Gebäude «zu bombardieren». Angehörige nahmen am Freitag Abschied vom ersten der 76 Opfer, während die Polizei den Täter erneut verhörte. Weiterlesen

Attentäter Anders Behring Breivik erst 2012 vor Gericht


Segway Polizei 3

Image via Wikipedia

Der geständige Attentäter Anders Behring Breivik wird vermutlich erst im nächsten Jahr vor ein norwegisches Gericht kommen. Der 32-jährige Rechtsradikale solle sich dann für alle 76 Morde einzeln verantworten, kündigte Generalstaatsanwalt Tor-Aksel Busch am Donnerstag an.

Fast eine Woche nach dem Doppelanschlag wurde die Suche nach möglichen weiteren Opfern im Tyrifjord um die Insel Utøya fortgesetzt. Ob und wie viele Vermisste es noch gibt, wollte die Polizei jedoch nicht mitteilen. Nach Medienberichten wird noch eine Person vermisst.

Breivik hatte auf der Insel Utøya am vergangenen Freitag mindestens 68 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Sommerlagers für Jugendliche erschossen. Man sei sich völlig sicher, dass auf der Insel keine weiteren Opfer des Massakers seien, teilte die Polizei mit. Weiterlesen

„Tempelritter“ Anders Behring Breivik stellt knallharte Bedingungen zur Kooperation


Coat of arms for the municipality of Oslo (kom...

Coat of arms for the municipality of Oslo

Die Polizei fahndet weiter unter Hochdruck weiter nach möglichen Helfern des Todesschützen. Anders Behring Breivik befindet sich Isolationshaft. Er soll angedeutet haben, über Mitwisser auspacken zu wollen. Angeblich stellt er dafür jedoch Bedingungen.

Hatte Anders Behring Breivik doch Helfer? Er selbst suggeriert das. Am Dienstag teilte sein Anwalt Geir Lippestadt mit, Anders Behring Breivik habe im Gespräch mit ihm angegeben, Kontakte zu Gleichgesinnten im Ausland zu haben. Neben zwei „Zellen“ in Norwegen gebe es weitere im Ausland. Der Verteidiger hält Breivik für geistesgestört. Aber die Ermittler wollen sichergehen und schließen deshalb nichts aus. Die Fahndung nach möglichen Helfern läuft auf Hochtouren.

Die Polizei prüft Verbindungen zu rechtsextremen Gruppierungen in Norwegen und im Ausland. Auch der deutsche Verfassungsschutz ermittelt. Sein 1500-seitiges Manifest schickte Breivik auch an rechte Kameradschaften in Unna und Dortmund sowie die rechtsgerichtete Gruppierung Pro Köln. Weiterlesen

Attentäter von Norwegen Anders Behring Breivik – Der Nachrichtenticker


+++12.27 Uhr: Das Gericht hat Befürchtungen, dass Anders B. verschlüsselte Botschaften an Komplizen oder Gleichgesinnte in seinen Netzwerken senden könnte, schreibt Dagbladet.

+++12.25 Uhr: Anders B. wird keine Gelegenheit bekommen, öffentlich über die Motive für seine Anschläge zu sprechen. Das Gericht lehnte eine öffentliche Vernehmung an.

+++ 12.17 Uhr Deutsche Verfassungsschutzbehörden prüfen mögliche Kontakte des Attentäters von Norwegen in die deutsche rechtsextreme Szene. Das sei nach derartigen Anschlägen „selbstverständlich“, sagte ein Sprecher der Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Es lägen Hinweise darauf vor, dass der mutmaßliche Täter Anders Behring Breivik Verbindungen nach Deutschland unterhalten habe, betonte er. „Das wird derzeit geprüft. Dazu gibt es starke Anhaltspunkte.“ Weiterlesen