„Schluß mit dem süßen Hausfrauenleben“, entschied der BGH: Verpflichtung zur Vollzeitarbeit


Bundesgerichtshof ("Federal Court of Just...

Bundesgerichtshof Karlsruhe

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe erhöht den Druck auf alleinerziehende Mütter und Väter. Wer geschieden ist und sein Kind alleine aufzieht, muss in der Regel Vollzeit arbeiten, sobald das Kind drei Jahre alt ist. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Allerdings muss es für das Kind eine Betreuungsmöglichkeit geben. Ein Anspruch auf Unterhalt vom Ex-Partner bestehe nur dann, wenn schlüssig nachgewiesen werden kann, dass eine Vollzeittätigkeit nicht möglich ist.

Die Karlsruher Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Kinderbetreuung neben einer Vollzeittätigkeit grundsätzlich keine „überobligatorische Belastung“ der Mutter darstelle, sondern im Einzelfall entschieden werden müsse. Eine Überbelastung muss dann außerdem von dem Elternteil nachgewiesen werden, der das Kind betreut. Weiterlesen