Johannes Wilkes – Friedrich Nietzsche als Sanitäter


Durch Wissen zur Macht

„Siebenter Zug, 10 Mann …. 82. Dr. Nietzsche, ordentl. Professor der Philologie zu Basel“ – So lautet die Eintragung im „Bericht des Erlanger Vereins für Felddiakonie über seine Thätigkeit im Kriege 1870 bis 1871″, verfaßt von August Ebrard. Friedrich Nietzsche hatte sich als Kriegsfreiwilliger gemeldet. Zur Teilnahme war er nicht gezwungen, weil er sich vor dem Antritt seiner Professur in Basel im April 1869 expatriieren ließ, und zwar, wie er in einem Brief an den Baseler Ratsherrn Vischer schrieb, weil gegen die fatale Möglichkeit eines Krieges kein Kraut gewachsen sei und er unwiderruflich als Reitender Artillerist der Preußischen Armee eingezogen worden wäre. Nun, mit dem Ausbruch des Krieges gegen Frankreich, änderte er seine Meinung. Trotz dringenden Abratens von Cosima Wagner entschloß sich Friedrich Wilhelm Nietzsche dazu, sich dem Reichsdeutschen Heer als Kriegsfreiwilliger zur Verfügung zu stellen. Am B. August 1870 schreibt er erneut an Vischer:

„In der gegenwärtigen…

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