War Helmut Kohl ein Frankist? Eine Überlegung von Martin Möller


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English: Jacob Frank (יעקב פרנק Ya’akov Frank, Jakob Frank) (1726-1791) – a Jewish merchant who claimed to be the Jewish messiah. His followers broke away from Judaism and created a new religion known as the Frankists, which was a quasi-Jewish, quasi-Christian religion. (Photo credit: Wikipedia)

Was ist die Ursache für den Fanatismus, mit dem gewisse Kreise die Aufnahme der Türkei in die EU betreiben? Um diesen Vorgang zu verstehen, sollte man die Beziehungen zwischen der Türkei und dem Judentum kennen. Der Gründer der modernen Türkei, der durchaus verdienstvolle Kemal Atatürk, entstammte nämlich der krypto-jüdischen Sekte der Dönmeh, welche von dem Pseudo-Messias Sabbatai Zwi um 1666 gegründet worden war. Diese auch unter dem Namen Sabbatianer bekannt gewordene Sekte infiltrierte die türkische Freimaurerei und hatte bereits vor dem Ersten Weltkrieg die Bewegung der Jungtürken vollständig in ihrer Hand. Auch der heutige türkische Spitzenpolitiker Gül ist dem Vernehmen nach Mitglied dieser Sekte. Dies wird in der Türkei besonders in islamischen Kreisen kritisch diskutiert.

Die Türkei als laizistischer Staat ist auch heute noch im Wesentlich eine jüdische Angelegenheit. Die Türkei und Israel haben aber auch bezüglich der Verschleierung des Genozids an den Armeniern gemeinsame Interessen. Die türkische Armee und ihre Offiziere sind mit der Freimaurerei und ihren zionistischen Zielen eins. Da kommt kein überzeugter Moslem hinein, mindestens kann er nicht hoch aufsteigen. Die militärischen Verbindungen zwischen der Türkei und Israel sind so eng, daß die Armeen und Luftwaffen beider Staaten auch gemeinsame Manöver veranstalten.

Die Dönmeh schafften es im 18. Jh. einen starken Ableger ihrer Bewegung in Polen zu installieren und wurden nach der Teilung Polens auch im zaristischen Rußland aktiv. Ein gewisser Jakob Leib Frank reiste in dieser Zeit in das türkische Imperium und konvertierte äußerlich zum Islam, um seine Reisetätigkeit zu erleichtern. Er ließ sich von einem Rabbiner der Dönmeh, die sich nach außen hin als Moslems ausgeben, initiieren und es wurde ihm nahegelegt, in die katholische Kirche einzutreten. Jakob Frank kehrte dann nach Polen zurück und nach seinen Angaben trat seine Anhängerschaft von 60.000 Menschen, die ihn für den Messias hielten, zum Katholizismus über. Das ist nicht wenig!

Portrait of Mustafa Kemal Atatürk, first presi...

Portrait of Mustafa Kemal Atatürk, first president of the Republic of Turkey. (Photo credit: Wikipedia)

Fast alle katholischen Polen jüdischer Abstammung leiten sich bis heute von dieser Übertrittswelle her. Zu diesen Familien zählen auch die Wojtylas und Brzesinskis.

Zbigniew Brzesinski, Sicherheitsberater Jimmy Carters, war übrigens ein Brieffreund Wojtylas und während des Konklave von 1978 in Rom.

Die Verbindungen der zionistischen Frankisten in Polen und Rußland mit den türkischen Freimaurern, die sich von den Dönmeh herleiten, arbeiten auch heute noch. Polnische und türkische Emigranten unterhalten in den USA wirkungsvolle Kontaktnetze.

Der Sabbatianismus war eine messianische und zuletzt sektiererische, z.T. antinomistische Bewegung im Judentum des 17./18. Jahrhunderts, die durch Sabbatai Zwi (1626-1676) ausgelöst wurde. Dieser gab sich 1665 in Palästina und Kleinasien als Messias aus und bewirkte in der ganzen Diaspora, z.T. auch unter Christen, eine Endzeiteuphorie. Grundlage war die popularisierte Kabbala in Verbindung mit Volksbußbewegungen und allgemein verbreiteten Endzeit-Naherwartungen. Die türkischen Behörden setzten den Pseudomessias gefangen, und am 15. 9.1666 trat dieser, um sein Leben zu retten, zum Islam über, was eine allgemeine Ernüchterung bewirkte.

Ein Teil seiner Anhängerschaft blieb jedoch erhalten, vor allem dank der Theologie des Nathan von Gaza, der alle Verhaltensweisen des Pseudomessias als heilsnotwendig hinstellte: Die in Sabbatai Zwi reinkarnierte Adams- und Davidsseele müsse in die „Qelippot“ (böse Materie) hinabsteigen, um die dort gefangenen Seelenfunken zu befreien und heimzuführen, und dazu gehöre eben auch die Scheinkonversion [!!!] zum Islam.

Einige prominente Anhänger beanspruchten ebenfalls, solche Reinkarnation darzustellen, so daß auch nach Sabbatai Zwis Tod noch gewisse Gruppen die sektiererische Linie weiterzogen. In der Türkei waren es die „Dönmeh“, in Osteuropa die Anhänger des zum römischen Katholizismus konvertierten Jakob Frank (1721-1791), der sich zuletzt in Offenbach im Fürstentum Isenburg-Birstein aufhielt.

Otheym, as portrayed by Jakob Schwarz in the m...

Otheym, as portrayed by Jakob Schwarz in the miniseries Frank Herbert’s Dune (2000) (Photo credit: Wikipedia)

Aber auch von diesen Extremen abgesehen, blieben unterschwellig selbst in rabbinischen Kreisen dann und wann in Kontroversen zutage tretende sabbatianische Tendenzen lebendig (Emden-Eybeschütz-Streit).

Die Gemeinden unterdrückten die Erinnerung an das blamable pseudomessianische Abenteuer mit starker Hand und tilgten sogar in den Gemeindedokumenten fast alle Spuren des Jahres 1665/66.

Ferner wurde das Studium der Kabbala eingeschränkt und jede antinomistische Tendenz schroff bekämpft. Die Folge war ein gewisser Formalismus, eine Gesetzlichkeit ohne die bisherige religiöse Motivierung. In Osteuropa wurde dieses Unbehagen in der Bewegung des Chassidismus aufgefangen, in dem gewisse Grundelemente der sabbatianischen Frömmigkeit weiterlebten, im Westen hingegen wurde infolge der hier schon fortgeschrittenen Aufklärung die Tradition überhaupt mehr und mehr in Frage gestellt, was Aufklärung und Reformen auch im Judentum begünstigte.

Yakov Leib Frank vulgo Jakob Frank war der dritte Exponent einer jüdisch-messianischen Dreiheit, beginnend mit dem „Ersten“ Sabbatai Zwi, gefolgt von seinem Nachfolger, dem „Zweiten“, Rabbi Berechia und endend mit dem „Dritten“, nämlich Jakob Frank selbst.

Shabbatai Tzvi, from Thomas Coenen, Ydele Verw...

Shabbatai Tzvi, from Thomas Coenen, Ydele Verwachtinge der Joden, Amsterdam 1669. According to Gershom Scholem’s biograpby of Sevi, this is his only portrait known. Coenen relates that it was sketched in Smyrna in 1665 by a Christian who saw Sevi and immediately went home to do the portrait. This reproduction was published in the 1901-1906 Jewish Encyclopedia, now in the public domain. http://www.jewishencyclopedia.com (Photo credit: Wikipedia)

Jakob Franks tatsächlicher Name war Yakov ben Judah Leib Frankowitsch (1726-91).

Er stammte aus Podolien1 Podolien ist die [heutige] Westukraine, die vor den Teilungen zu Polen gehörte.

Die bekanntesten Orte dort sind

  • Bar
  • Lemberg
  • Odessa
  • Tarnopol und
  • Winniza

Yakov ben Judah Leib Frankowitsch war Sohn eines Rabbis. Schon in jungen Jahren reiste er in den Nahen Osten, wo er den Nachnamen Frank führte, wohl weil er dort für einen „Franken“ gehalten wurde oder sich als ein solcher ausgab. Nach seiner Rückkehr nach Podolien begründete er die Frankisten, eine jüdische Sekte, die als antitalmudischer Ableger des Mystizismus der Sabbatai Zwi zu gelten hat.

In den folgenden Jahren behauptete er unmittelbar vom Himmel Botschaften zu empfangen und forderte seine Anhänger auf, sich zu den Christen zu halten, die er als Träger einer Zwischenstufe zu einer zukünftigen messianischen Religion bezeichnete.

Im Jahre 1759 unterzogen sich die Frankisten einer spektakulären Massentaufe in Lemberg unter Aufsicht des polnischen Adels. Doch Frank wurde der Häresie angeklagt und im Jahre 1760 inhaftiert. Nach 13 Jahren Haft entlassen, wandte sich Frank nach Mähren, bezeichnete sich als Messias und erwählte 12 Apostel.

Yakov ben Judah Leib Frankowitsch ließ sich in Brünn nieder, wo er das Vertrauen von Erzherzogin Maria Theresia erwarb, die ihn mit der katholischen Mission unter Juden beauftragte.

Nach 1786 wandte sich Yakov ben Judah Leib Frankowitsch Offenbach zu, wo er dank der Freigebigkeit seiner Anhänger bis zu seinem Ende ein Leben in Luxus lebte. Die Führung der Sekte ging an seine Tochter Eva Frank über, seine Bewegung wurde allerdings von der katholischen Kirche absorbiert.

Yakov ben Judah Leib Frankowitsch hielt den Sabbatianismus am Leben und beendete seine Isolierung durch die Öffnung zur Welt außerhalb des Judentums hin. Der zum „Frankismus“ gewordene Sabbatianismus gehört zu den großen emanzipatorischen Bewegungen des 18. Jahrhunderts. Die türkische Revolution, die französische und die amerikanische Revolution lassen sich auf Yakov ben Judah Leib Frankowitsch zurückführen.

Auch die Idee der Trilaterale, deren erster Präsident Brzesinski gewesen war, ist eine typisch sabbatianisch-frankistische Schöpfung.

Die Frage, was aus dem deutschen Zweig des Frankismus-Sabbatianismus geworden ist, harrt noch der religionswissenschaftlichen Erforschung.

Die Biographie Helmut Kohls könnte hier wertvolle Anhaltspunkte liefern.

Bekanntlich hat Henoch Cohens Sohn Peter Cohen die „Türkin“ Elif Sözen, tatsächlich eine Angehörige der Dönmeh-Kommunität geheiratet.

Dies ist für einen Katholiken so unwahrscheinlich, daß bereits dieses Faktum auf eine sabbatianische Verbindung auch unseres Altbundeskanzlers hindeuten. Während seiner Regierungszeit wurde gerade aus jüdischen Kreisen immer wieder die Vermutung gestreut, Kohl selbst wäre auch selbst „Jude“, und seine Herkunft aus sabbatianischen Kreisen innerhalb des deutschen Katholizismus könnte diese Behauptung erklären. Verblüffend wirkt in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß die Enfernung zwischen Offenbach, der Wirkungstätte Franks, und Mannheim nur etwa 70 Kilometer beträgt. Zur Aufklärung beitragen kann eine systematische Erforschung des deutschen Linkskatholizismus, der bekanntlich gerade im Rheinland in verhängnisvoller Weise grassiert und von sektiererischen Gruppen getragen sein kann.

English: Signature of Mustafa Kemal Atatürk, F...

English: Signature of Mustafa Kemal Atatürk, First President of Turkey (Photo credit: Wikipedia)

Die Tatsache, daß das Wirken Franks bereist 200 Jahre zurück liegt, spricht nicht gegen diese Vermutung, im Gegenteil – es ist evident, daß derartig okkulte Sekten gerade innerhalb von Muttergemeinschaften wie der katholischen Kirche oft über Jahrhunderte lebendig und wirksam bleiben können.
Quelle: www.monarchieliga.de/text/moeller/kohl-frankist.htm

Anmerkung: Vielleicht wird ja noch eines Tages das angebliche Testament von Hannelore Kohl veröffentlicht, das offenbar in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang an die Ehefrauen prominenter Politiker (Schröder, Stoiber …) versand wurde. Und Freya Barschel – eine Geborenen von Bismarck* – verlangt nach wie vor eine Antwort von Kohl auf die Frage, ob ihr Ehemann aus Gründen der Staatsräson (vom Mossad) ermordet wurde.

*) Fürst Otto von Bismarck hatte den Pariser Rothschild um einen (jüdischen) Vermögensberater brieflich gebeten. Rothschild beorderte den Berliner Bleichröder an seine Seite. Gerson Bleichröder entstammte einer jüdischen Lottobuden-Familie. Sein Großvater ging in Berlin mit einer Glückspielbude an den Start, der Beginn eines jüdischen Bankhauses. Der nach heutigem geltenden Reich einem geordneten Insolvenzverfahren zu unterwerfende Bismarck wurde durch das wohltätige Wirken von Bleichröder reich. Bleichröder selbst wurde einer der einflußreichsten Juden im Deutschen Reich und sogar geadelt. Doch blieb er in den Kreisen der Monarchieanhänger isoliert.

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