Hashtag #alex11 #aCAMPAda #Berlin – Mie­ten­stopp-​De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln am 3. September 2011


Description: Hermannplace in Berlin-Neukölln, ...

Image via Wikipedia

Aus einem beim un­ab­hän­gi­gen Nach­rich­ten­por­tal In­dy­me­dia ver­öf­fent­lich­ten Ar­ti­kel zur Mie­ten­stopp-​De­mons­tra­ti­on am 3. September 2011 auf dem Hermannplatz (S-Bahn Station U8)

Ein stei­gen­der An­teil von Men­schen mit ge­rin­gen Ein­kom­men werden aus der In­nen­stadt in Rand­ge­bie­te ver­drängt. An­de­re Menschen müs­sen von ihrem oh­ne­hin knap­pen Ein­kom­men immer mehr Geld an an­de­rer Stel­le spa­ren, weil sie an­sons­ten ihre Miete nicht mehr be­zah­len kön­nen.

Der Ber­li­ner Bür­ger­meis­ter Wo­wer­eit ver­kün­det der­weil mun­ter wei­ter, dass bei einer wach­sen­den Wirt­schaft eben auch die Lebens­hal­tungs­kos­ten stei­gen wür­den. Wäh­rend die Mie­ten vor allem im bil­li­ge­ren Markt­seg­ment aber über­durch­schnitt­lich stark an­ge­stie­gen sind, stei­gen ge­ra­de die Löhne von Men­schen mit gerin­gen Ein­kom­men kaum oder sta­gnie­ren sogar.

Lau­fend wird in der bür­ger­li­chen Pres­se stolz ver­kün­det, daß sich Ber­lin eben än­dert und daß nicht jede Ver­än­de­rung schlecht sei. Wohin die Ent­wick­lung der stei­gen­den Mie­ten führt, dar­über scheinen die Po­li­ti­ker nicht son­der­lich viel nach­zu­den­ken. Ghet­tos am Stadt­rand, Lu­xus­quar­tie­re für die we­ni­gen Rei­chen in der In­nen­stadt, ver­schärf­te so­zia­le Kon­flik­te und die kras­se Verschär­fung von Armut und Elend wer­den mit einem Wahl­kampf zuge­kleis­tert, der ver­spricht die so­zia­len Ge­gen­sätz in Ber­lin zu ver­söh­nen (Kotti und Ku­damm, Miete und Schutz, …).

Mie­ten­stopp-​De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln Hermannplatz aCAMPAda #alex11

Mie­ten­stopp- De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln Hermannplatz aCAMPAda #alex11

Die Taz nimmt das Wort in den Mund, das wir nicht so recht ge­brau­chen woll­ten: Groß­de­mons­tra­ti­on. Aber das Ge­fühl sagt uns mitt­ler­wei­le auch: Das wird richtig groß mor­gen.

Wir sind ge­spannt – die Zeit ist reif!

Mie­ten­stopp-​De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln am 3. September 2011

Mie­ten­stopp- De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln am 3. September 2011

Aus dem Taz-​Ar­ti­kel:

Es ist ein un­be­que­mer Pro­test. Weil er sich nicht mit dem Credo des Se­nats in Ein­klang brin­gen läßt, es gebe ge­nü­gend Wohn­raum. Weil er zeigt, wie weit selbst der „Ver­ste­her“-​Bür­ger­meis­ter von den Sor­gen eines wach­sen­den Teils der Ein­woh­ner ent­fernt ist. „Arm, aber sexy“, das war ein­mal. Heute heißt es: Wer Aufschwung will, muß auch stei­gen­de Mie­ten ak­zep­tie­ren.

„Wir su­chen nach Ant­wor­ten jen­seits des Bra­ven und An­ge­paß­ten, damit nie­mand aus sei­ner Woh­nung muß.“

„Wenn immer mehr Leute be­trof­fen sind, ist doch zwangs­läu­fig, daß sie sich ir­gend­wann ge­mein­sam weh­ren.“

Mie­ten­stopp-​De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln am 3. September 2011

Mie­ten­stopp- De­mons­tra­ti­on Berlin-Neukölln am 3. September 2011

Die Mieten in der Reichshauptstadt Berlin (Groß-Berlin und SHAEF Gesetzgebung) sind längst Wahlkrampfthema – nun gehen die «Wutmieter» auf die Straße.

Unter dem Motto „Mietenstopp – damit noch was zum Leben bleibt“ versammelten sich nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag, dem 3. September 2011, mehr als 2.500 Demonstranten auf dem Hermannplatz und zogen durch Kreuzberg.

Die Veranstalter zählten 6.000 Teilnehmer. Am Oranienplatz sollte am Abend eine Abschlußkundgebung mit offenem Mikro und Livemusik stattfinden. Rund 500 Polizisten überwachten den Aufzug, der nach Angaben der Einsatzkräfte ruhig und friedlich blieb.

Zu der Demonstration hatte vor allem ein Bündnis aus verschiedenen Stadtteilinitiativen aufgerufen. Die Initiativen protestieren gegen steigende Mieten, die einkommensschwache Bewohner aus ihren angestammten Kiezen verdrängen würden, um Gutverdienenden in luxussanierten Wohnungen Platz zu machen.

Der Politik werfen sie vor, den Gentrifizierung genannten Verdrängungsprozeß zu unterstützen, indem auch landeseigene Gesellschaften ihre Mietpreise erhöhten und zusätzlich weiterer Wohnraum privatisiert würde. Die Demonstranten forderten entsprechend bezahlbare Mieten. Jeder habe in Berlin ein Recht darauf, dort wohnen zu können, wie und wo er wolle, sagte eine Sprecherin des Protestbündnisses.

Möglich werden die jüngsten Mietpreisanhebungen durch den neuen Mietspiegel 2011, an dem sich auch städtischen Wohnungsunternehmen wie Howoge und Gewobag orientiert. Von einer Mietenexplosion könne jedoch keine Rede sein, sagte ein Sprecher des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Die Erhöhungen bewegten sich in einer Größenordnung von zwei Prozent.

Mitten im Wahlkampf für das Berliner Abgeordnetenhaus haben die Parteien die Mieten- und Wohnungsbaupolitik inzwischen wieder auf ihre Agenda gesetzt.

Die Regierungsparteien SPD und Linke versprachen mehr Mieterschutz.

Bürgerliche Parteien lügen das blaue vom Himmel - Angenta 2010 von Armanianzugträger Gerhard Schröder, der sich gerichtlich bestätigt nie die Haare färbt, sei 1000 Dank!

Bürgerliche Parteien lügen das blaue vom Himmel - Angenta 2010 von Armanianzugträger Gerhard Schröder, der sich gerichtlich bestätigt nie die Haare färbt, sei 1000 Dank!

Die Grünen-Spitzenkandidaten Renate Künast dagegen sieht bei der rot-roten Koalition eine Mitverantwortung für die angespanntere Lage auf dem Wohnungsmarkt, weil der Senat die ehemals landeseigene Wohngesellschaft GSW privatisiert hatte.

Auf der Demonstration durften sich die Parteien aber nicht äußern. Die Veranstalter hatten schon im Vorfeld Parteiplakate und Flyer von Parteien für unerwünscht erklärt.

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