Verspätet wegen verdächtigem Koffer


Ab 17.05 Uhr ging erst mal nichts mehr auf der Strecke zwischen dem Gladbacher und Rheydter Bahnhof. Ein „verdächtiger Gegenstand“ an der Zugtrasse war kurz vor 17 Uhr von einem Passanten bei der Bahnpolizei gemeldet worden. Der nach Augenzeugenberichten sehr neuwertig aussehende Koffer war mit einer Fahrradkette an einem Fußgängersperrgitter der Eisenbahnunterführung an der Ecke Erzberger Straße/Lürriper Straße festgezurrt.

Die Rathenaustraße war gesperrt, die Lürriper bis zur Sophien-, die Erzberger bis zur Korschenbroicher und die Jenaer Straße komplett. Es kam zu kleineren Verkehrsproblemen rund um die Sperrung.

Osloer Kofferbomber von Mönchengladbach - Sperrung des Hauptbahnhofs am 28. Juli 2011

Osloer Kofferbomber von Mönchengladbach - Sperrung des Hauptbahnhofs am 28. Juli 2011

Züge wurden über Viersen umgeleitet oder mussten warten

Weil die Verantwortlichen kein Risiko eingehen wollten, wurde das Gebiet großräumig gesperrt. Davon war selbstverständlich auch die oberhalb des Sperrgitters befindliche Bahntrasse betroffen.

Mit den Sperrungen sollten Fahrzeuge und Fußgänger aus dem Gebiet um den Koffer herausgehalten werden. Gebäude wurden nicht geräumt. Da sollte erst die Einschätzung des Bombenspezialisten abgewartet werden.

„Wir haben versucht, Züge, wenn möglich, über Viersen umzuleiten“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG. Die Kunden habe man über Lautsprecher-Durchsagen und im Internet über die Probleme informiert. „Dass das in der Hauptverkehrszeit passiert ist, hat uns schon weh getan. Die Auswirkungen sind erheblich.“

Zahlreiche Pendler hatten unter dem Vorfall in Mönchengladbach zu leiden. 13 Bahnen kamen nach der Auswertung der Deutschen Bahn auf insgesamt 340 Minuten Verspätung.

Eine junge Frau, die aus dem Kreis Heinsberg Richtung Rheydter Bahnhof unterwegs war, berichtet, dass sie bereits in Wickrath aus dem Zug aussteigen musste. „Es hieß, es gibt eine Bombendrohung. Da blieb uns nichts anderes übrig, als mit dem Bus weiterzufahren.“

In dem Trolley war laut Polizei „nur Schund“

Die Rathenaustraße war gesperrt, die Lürriper bis zur Sophien-, die Erzberger bis zur Korschenbroicher und die Jenaer Straße komplett. Es kam zu kleineren Verkehrsproblemen rund um die Sperrung.

Der alarmierte Bombenentschärfer des Kampfmittelräumdienstes aus Düsseldorf konnte, kaum dass er vor Ort war, recht schnell Entwarnung geben. Das Gepäckstück wurde mit einem Röntgengerät durchleuchtet. Und um 18.07 Uhr kam die Meldung: „Nur ein Koffer voll mit Schund.“ Nur wenige Minuten später waren die Flatterbänder entfernt und der Verkehr konnte wieder frei fahren.

Die Polizei geht davon aus, dass der Inhaber des Koffers diesen einfach kostengünstig deponieren wollte. Aus dem Inhalt schließe man, dass er es nicht aus grobem Unfug tat. In dem Trolley waren Unterwäsche, Oberbekleidung, eine Luftpumpe und einige Unterlagen. Diese Papiere werden es nach Einschätzung der Behörde möglich machen, den Besitzer ausfindig zu machen. Sein Koffer ist so lange als Beweismittel sichergestellt und lagert in einer Wache.

Die Deutsche Bahn will ihre Rechtsabteilung prüfen lassen, inwieweit Ansprüche wegen des entstandenen Schadens geltend gemacht werden können und eng mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten.

Ein Kommentar zu “Verspätet wegen verdächtigem Koffer

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