IWF fürchtet „schweren Schock“ – 7 Tage bis die USA „Pleite gehen“ (jiddischer Ausdruck)… und die Spieler auf der anderen Seite „Reibach machen“


The western front of the United States Capitol...

Image via Wikipedia

Wann kommt der Absturz? In wenigen Tagen droht den USA die Zahlungsunfähigkeit. Der Internationale Währungsfonds befürchtet schlimme Folgen. An den Märkten wächst die Angst. Bis Dienstag nächster Woche haben die USA noch Zeit, eine höhere Schuldengrenze zu verabschieden. Doch nach wie vor sind Republikaner und Demokraten im Kongress trotz anders lautender Beteuerungen auf Konfliktlinie. Noch geht politisches Kalkül im Hinblick auf den Präsidentschaftswahlkampf 2012 vor ökonomischer Vernunft.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert die USA zu einer raschen Anhebung der Schuldenobergrenze auf. Andernfalls drohe ein „schwerer Schock“ für die US-Wirtschaft und die internationalen Finanzmärkte, erklärte der IWF am Montag in Washington in seinem Jahresbericht zur Wirtschaftslage in den USA. Die Staatsausgaben sollten nach Einschätzung des IWF jedoch nur schrittweise heruntergefahren werden, um einen „Verlust an Glaubwürdigkeit“ zu vermeiden. Zur Sanierung des US-Haushalts seien Steuererhöhungen und Kürzungen nötig, etwa im Gesundheitssystem.

Wann kommt der Absturz? In wenigen Tagen droht den USA die Zahlungsunfähigkeit. Der Internationale Währungsfonds befürchtet schlimme Folgen. An den Märkten wächst die Angst.

Wann kommt der Absturz? In wenigen Tagen droht den USA die Zahlungsunfähigkeit. Der Internationale Währungsfonds befürchtet schlimme Folgen. An den Märkten wächst die Angst.

Am Wochenende waren die Gespräche zwischen Demokraten und Republikanern über die Sanierung des US-Haushalts und die Anhebung der US-Schuldenlimits von derzeit 14,3 Billionen Dollar ohne Ergebnis geblieben. Die Demokraten von US-Präsident Barack Obama wollen zur Etatsanierung auch höhere Steuern für Reiche und Konzerne durchsetzen, was die oppositionellen Republikaner ablehnen. Sie fordern stattdessen Einsparungen.

An den Märkten verstärkte das die Unsicherheit. Zwar blieb die Verkaufspanik, vor der zahlreiche Politiker am Wochenende gewarnt hatten, zunächst aus. Doch die Stimmung hat sich merklich eingetrübt. Das gilt insbesondere für US-Anlagen. Amerikanische Anleihen fielen zu Wochenbeginn deutlich zurück, auch die großen Aktienindizes an der Wall Street starteten mit Verlusten und der Dollar fiel ebenfalls zurück. Der Dollar-Index, der die Entwicklung der US-Währung im Vergleich zu den sechs wichtigsten Devisen misst, nimmt Kurs auf sein Rekordtief. Gegenüber dem chinesischen Yuan und dem Schweizer Franken markierte hat der Greenback bereits neue Rekordtiefs markiert.

Die US-Schuldenobergrenze

  • Was ist die Schuldenobergrenze?
    • In den USA gibt es ein gesetzliches Limit, bis zu dem sich die Regierung verschulden darf.
  • Wo liegt sie?
  • Um wie viel Geld geht es?
  • Was sind die Streitpunkte?
  • Hat Obama ein Veto-Recht?
  • Was passiert, wenn bis zum 2. August keine Einigung erreicht wird?
  • Was kann die US-Regierung dann machen?
  • Welche Konsequenzen hätte ein technischer Zahlungsausfall?
  • Was passiert, wenn die Ratingagenturen die USA herabstufen?
  • Hat es einen ähnlichen Konflikt schon mal gegeben?
  • Seit wann gibt es die Schuldenobergrenze?

„Die Einigung wird immer dringlicher, da sonst Anfang August der Zahlungsausfall droht“, warnten die Analysten der Commerzbank in einem Marktkommentar. „Die Zeit wird langsam knapp, wenn die normalen Gesetzgebungsprozesse eingehalten werden sollen.“

Die USA haben die bisher geltende Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar bereits vor einigen Wochen gerissen. Bis zum 2. August müssen sich die US-Politiker auf eine Anhebung der Schuldengrenze einigen, sonst würden sie in Zahlungsverzug geraten, betont das US-Finanzministerium. Für den Fall, dass es tatsächlich zu einem solchen Zahlungsausfall kommt, haben Ratingagenturen bereits angekündigt, den USA die Top-Bonitätsnote „AAA“ zu entziehen. Im schlimmsten Fall werden US-Anleihen dann mit dem Stempel „D“ für Default, also Zahlungsausfall, versehen.

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