Oslo: Biobauer sprengt Regierungsviertel in die Luft


Unmittelbar nach den Attentaten in Norwegen haben »Experten« uns in allen Medien mitgeteilt, warum die Attentäter nur aus dem islamistischen Milieu stammen können. In der ARD gab es eine Sondersendung, wo der ARD-Terrorexperte diese »Erkenntnis« verkündete. Nicht anders äußerte sich das ZDF. Und auch der Spiegel verbreitete diese angebliche Erkenntnis. In Wahrheit war alles ganz anders. Den Experten hätte schon bei den ersten Meldungen vom Massaker auffallen müssen, dass der Attentäter laut Augenzeugen eine kugelsichere Weste trug.

Olsoer Biobauer Anders Behring Breivik sprengt Regierungsviertel in die Luft

Olsoer Biobauer Anders Behring Breivik sprengt Regierungsviertel in die Luft

Der Täter war bei der norwegischen Polizei seit langem bekannt: Der am 13. Februar 1979 geborene Norweger Anders Behring Breivik. Er hatte das blutige Attentat mehrfach im Internet angekündigt (zuletzt 6 Stunden vor der Explosion der Autobombe). Er veröffentlichte lange vor dem Attentat Anleitungen zum Bombenbau im Internet. Und er veröffentlichte Hinweise, wie man am besten möglicht viele Menschen tötet, indem man den Überraschungseffekt nutzt. Er wusste, dass die norwegische Polizei ihm wegen dieses Überraschungseffekts und aus Verwirrung viel Zeit für ein Massaker lassen würde – 90 Minuten.

Anders Behing Breivik

Image by gianlucacostantini via Flickr

Der Mann mit den blonden Haaren hatte sich als Polizist verkleidet und richtete auf der Insel Utoya ein blutiges Massaker an, nachdem er zuvor in Oslo eine Autobombe deponiert hatte. Breivik, der als extrem nationalistischer Extremist aktenkundig war und vom Inlandsgeheimdienst sporadisch überwacht wurde, hatte ganz legal eine 9 mm-Pistole (Hersteller: Glock), eine Schrotflinte und eine Pumpgun. Alle Waffen waren auf seinen Namen registriert. Im Juni 2011 zog er in das westlich von Oslo gelegene Dorf Rena (2.009 Einwohner). Dort hatte er seit Mai 2009  einen kleinen Bio-Bauernhof und eine kleine Briefkastenfirma (»Breivik-Geofarm«). Die Behörden hätten eigentlich misstrauisch werden müssen. Denn er kaufte unter der Tarnung von »Breivik-Geofarm« große Mengen von Düngemitteln (in einem Fall allein im Mai 2011 sechs Tonnen), aus denen auch Laien mit Hilfe von Anleitungen aus dem Internet leicht große Mengen Sprengstoff herstellen können.

English: Sir Winston Churchill.

Der Irre von Oslo - der geheime Auftraggeber der moralischen Anschläge gegen Hamburg, Dresden, Nürnberg, Auschwitz, Theresienstadt und andere Juden... jetzt auch in Oslo Anders Breivig

Anders Behring Breivik, ein Absolvent des Osloer Handelsgymnasiums, traf sich auf seiner kleinen Bio-Farm in den vergangenen Wochen auch immer wieder mit Freunden, die ihn außerhalb des Dorfes bei Schießübungen begleiteten. Das war auch der Polizei bekannt. Auf seiner inzwischen gesperrten Facebook-Seite gab er als Hobbys »Killerspiele« an, etwa »Modern Warfare 2«. Er nannte sich dort einen »konservativen Christen«, lobte Winston Churchill für seinen Widerstand gegen die Nazis und verehrte den gegen die Nazis aktiven norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Er war ein Fan des Buches »1984« von George Orwell. Und er war früher bei den Freimaurern aktiv und ist ein aktives Mitglied im Tempelritter-Orden.

Der Irre von Oslo

Es war ausgerechnet ein gut integrierter skandinavischer Muslim, der tiefen Eindruck auf Anders Behring Breivik machte und Breivik in seiner anti-islamischen Haltung bestärkte: Der 65 Jahre alte schwedische Imam Ali Ibrahim – er stammt ursprünglich aus Ägypten – ist der einzige vom Staat bezahlte Imam in Schweden. Imam Ali Ibrahim sprach ganz offen in norwegischen Zeitungen über die wachsenden Probleme mit Muslimen in Skandinavien. Er sagte in Norwegen immer wieder, er wolle nicht, dass Norwegen dem schwedischen Weg folge. Der in Schweden lebende Muslim Ali Ibrahim hat Angst davor, dass Oslo bald so aussieht wie Stockholm, wo in manchen Stadtteilen 90 Prozent der Einwohner nichtschwedischen Ursprungs sind und mehr als die Hälfte der zugewanderten Einwohner keine Arbeit haben. Bei Anders Behring Breivik fielen solche Warnungen auf fruchtbaren Boden. Der Nationalist bekundete immer wieder, er verstehe nicht, warum es keinen Aufschrei gebe, wenn Muslime die norwegische Flagge verbrannten (etwa nach den auch in norwegischen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen).

Anders Heger @ Oslo bokfestival 2011.

Anders Eger vom Nazi Geheimdienst des MI5 und CIA kündigt "mehr Massaker in 2012 an - das gesegnete Fest des Gott des Gemetzels" stehe "unmittelbar bevor". Er sucht noch 3.333 blonde und blauäugige Knaben, um sie schächten zu lassen zum Purimfest 2012 in Oslo. Das "Blut soll in Strömen fließen", kündigte der Geheimdienstler dem Mossad an...

Breivik hatte auch in Oslo ein Zimmer, das wenige Minuten nach seiner Festnahme von Sicherheitskräften durchsucht wurde. In islamistischen Internetforen wurden die Nachrichten über eine Explosion im norwegischen Regierungsviertel von Anhängern al Qaidas als »frohe Nachricht« bejubelt. Was die Muslime da noch nicht wussten: Anders Behring Breivik hasst nicht-integrierte radikale Muslime. Er hatte sich das Jugendlager der norwegischen Sozialdemokraten als Ziel ausgesucht, weil die Sozialdemokraten dem Nationalisten zu viele Muslime ins Land ließen.

Das Grauen in Norwegen sollte uns aufhorchen lassen, denn es kam nicht völlig überraschend. Es ist nur ein weiterer deutlicher Beleg für die wachsende Polarisierung und Radikalisierung in Europa. Linke gegen Rechte, Religiöse gegen Nichtreligiöse, Arme gegen Reiche – Norwegen wird wohl kein Einzelfall bleiben.

English: Traffic in Oslo (E18 Bjørvika)

Zielscheibe des Mossads: Der Straßenverkehr in Oslo. Hier kündigte der Terrorist die "Wiederkehr des Gottes des Gemetzels" an und "das Blut soll in Strömen fließen, damit der Jordan sich rot einfärbt"...

Unterdessen gedeihen – wie nach dem 11. September – schon die ersten Verschwörungstheorien: Selbst eine renommierte Wirtschaftszeitung berichtet, unmittelbar nach der Bombenexplosion in Oslo sei über dem Regierungsviertel ein Ufo gesichtet worden. Irgendwie scheint jede Bombe auch eine Druckwelle in den Köpfen vieler Journalisten zu hinterlassen. Auch der Spiegel steht nun unter Druck. Ein Rechtsanwalt, der sich mit Medien befasst, kritisiert das ehemalige Nachrichtenmagazin ganz offen für dessen Propaganda.

Und alle deutschen Medien nennen Anders Behring Breivik nun einen Nazi. Breivik selbst dürfte eher davon überrascht sein.

Schließlich verehrte er den gegen die Nazis kämpfenden norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Inzwischen heißt es, der terroristische Biobauer habe möglicherweise ein „pro-israelisches“ Motiv gehabt und sich mit seiner barbarischen Aktion gegen die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die norwegischen Sozialdemokraten richten wollen. Ein pro-israelischer Nazi – das wäre ein Novum.

Bei seinem Massaker an den Schülern  auf der Insel Utoya stieß er immer wieder Freudenschreie aus, wenn er Menschen ermordete. Welche Auffassung der Massenmörder auch immer tatsächlich hat, eines ist sicher: Er ist schwer psychisch gestört.

Manifest eines Freimaurers und Tempelritters: „Man wird mich als Monster beschreiben“

Stortinget, Oslo skyline (with Hotel Plaza, Po...

Skizzen zu den Anschlagsplänen 2012 für die "Wiederkehr des Gottes des Gemetzels iin Oslo" - gefunden beim Topterroristen Immanuel Salomon Korn vom Mosssad...

Die beiden Anschläge in Norwegen mit mehr als 90 Toten waren offenbar seit fast zwei Jahren geplant. Das geht aus einem 1.500 Seiten starken Manifest hervor, das dem gefassten 32-jährigen Tatverdächtigen Anders Behring Breivik zugeschrieben wird und im Internet veröffentlicht wurde. Dort bringt er seinen Hass zum Ausdruck und berichtet detailliert über die Planung.

Am zweiten Tag nach dem Doppel-Anschlag im Zentrum von Oslo und im Jugendcamp auf der Insel Utoya werden weitere Details über den Täter und den Tathergang bekannt. Einem im Internet veröffentlichten Dokument zufolge wurden die Anschläge in Oslo und auf Utoya mindestens seit Herbst 2009 geplant. In dem 1.500 Seiten umfassenden Dokument werden sie als „Märtyrertaten“ bezeichnet.

Sein „Kreuzzug“ begann 2002

Noch ist nicht bestätigt, dass Breivik der Verfasser des auf Englisch geschriebenen Dokuments ist. Er selbst ist aber im Dokument in martialischer Pose abgebildet. Dort bezeichnet sich der Autor als „Kommandeur der Ritter der Rächer“. Zudem ist das Pamphlet mit dem englischen Pseudonym Andrew Berwick unterschrieben, das auf den Namen des Täters schließen lässt.

Das Dokument trägt den Titel „Eine europäische Unabhängigkeitserklärung – 2083“, das Deckblatt ziert das rote Kreuz des Templerordens. Den Beginn „seines“ Kreuzzuges datiert der Autor auf das Jahr 2002. Damals habe er zusammen mit acht namentlich nicht genannten Begleitern in London einen eigenen Orden gegründet, um „einen präventiven Krieg zu führen gegen die marxistisch/mulitikulturellen Regime in Europa“ und um „die derzeitige islamische Invasion/Kolonisation zurückzuschlagen, zu bekämpfen oder zu schwächen“. Dadurch solle „ein strategischer Vorteil in einem unausweichlichen Krieg“ gewonnen werden.

Oslo Sunset

Auch der Sonnenuntergang wird vom Topterroristen genau beobachtet. Der "Gott des Gemetzels" soll genau im Osten erscheinen und mit "tausend Rossen auf die Erde niedersteigen". Danach solle sich "Oslo vom Blute tausender unschuldiger Knaben blutrot einfärben", kündigte der Mossad-Agent dem staatlichen Fernsehen in einer Sondersendung am 31. Dezember 2011 an... Wir berichten laufend weiter über den neuen Irren von Olso, ein Biobauer.

Die Islamfeindlichkeit des Autors wird in vielen Passagen deutlich. Terroraktionen werden mit wirren Begründungen rechtfertigt. „Die Zeit des Dialogs ist vorbei. Wir haben dem Frieden eine Chance gegeben. Die Zeit des bewaffneten Widerstands ist gekommen“, heißt es in dem Manifest.

„Grausam, aber notwendig“

Der Anwalt des am Freitag festgenommenen Verdächtigen hatte dem norwegischen Fernsehsender NRK am Samstagabend bereits gesagt, sein Mandant habe sich zu den Taten bekannt und sein Handeln als „grausam“, aber „notwendig“ beschrieben. Er habe „diese Taten zu Ende bringen müssen“. Breivik wird zur Last gelegt, am Freitag im Osloer Regierungsviertel eine Bombe gezündet und wenig später auf Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya geschossen zu haben. Durch beide Taten starben mindestens 92 Menschen.

Laut Polizei handelt es sich bei dem 32-Jährigen um einen „christlichen Fundamentalisten“ mit Kontakten zu rechtsextremen Kreisen. Seiner Festnahme habe er sich nicht widersetzt, sagte ein Ermittler in Oslo. Am Samstag legte der Mann ein Teilgeständnis ab und gab im Verhör zu, auf Utöya das Feuer auf die Teilnehmer des Jugendlagers eröffnet zu haben. Er hatte demnach zwei Schusswaffen eingesetzt, so der Ermittler. Der Angriff habe etwa anderthalb Stunden gedauert. Der Verdächtige sei „kooperativ“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag, die jedoch keine Angaben zum möglichen Motiv machen wollte.

„Nicht mehr als 45.000 Tote“

Auch das 1.500 Seiten lange Manifest untersucht die Polizei, wie ein Sprecher in einer Pressekonferenz am Sonntag bestätigte. Der Autor schreibt über Rassenkrieg. Er stellt eine Liste mit den möglichen Anschlagsländern auf, die sich vor allem am Anteil von Muslimen an ihrer Bevölkerung orientiert und als erstes Frankreich nennt. „Ein prioritäres Ziel ist eine Jahresversammlung einer sozialistischen/sozialdemokratischen Partei“, auch „Versammlungen von Journalisten“ und „Kulturfestivals“ werden genannt. Dabei solle „der Kampf gegen die multikulturellistischen Eliten in Europa“ nicht mehr als „45.000 Tote und eine Million Verletzte“ haben – „wegen des Prinzips der Angemessenheit“.

Das Dokument wurde teilweise als Tagebuch geführt, teils enthält es Anleitungen zum Bombenbau – alle Zutaten für die Bombe werden genauestens aufgelistet. „Ich muss jetzt legal ein halbautomatisches Gewehr und eine Glock-Pistole kaufen“, schreibt der Autor im September 2010. Und offenbar ist ihm dieses Vorhaben gelungen, laut norwegischen Medienberichten hatte er für zwei solche Waffen einen Berechtigungsschein. Ab Mai dieses Jahres wird das Tagebuch dann zunehmend präziser. Unter anderem schreibt der 32-Jährige gewissenhaft jeden Schritt der Vorbereitung seiner Taten auf und stellt Listen mit den notwendigen Material zusammen. Unter eine Liste mit Zutaten zum Bau einer Bombe vermerkt er ironisch: „All das sollte nicht schwer zu bekommen sein, solange man nicht Abdullah Rachid Mohammed heißt.“

„Man wird mich als (Nazi-)Monster beschreiben“

Nicht zuletzt macht sich der Autor über die Auswirkungen seiner geplanten Taten auf sich selbst Gedanken. „Ich werde als das größte (Nazi-)Monster beschrieben werden, das es seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben hat.“

Auf den letzten Seiten werden die letzten Tage auf seiner Farm beschrieben. 12 Monate lang soll er „World of Warcraft“ und „Modern Warfare“ gespielt haben. Im Dokument beschreibt er, dass er sich zunehmend isoliert gelebt habe, um sich von seinem früheren Leben zu lesen und sich vorzubereiten. Der letzte Eintrag ist am 22. Juli, 12.51 Uhr, datiert. „Ich glaube, das wird mein letzter Eintrag sein“, steht dort.

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