Mythos und Wirklichkeit des Englandfluges und warum Heß sterben mußte…


Hitlers Stellvertreter: Wunsiedel entfernt Grab von Rudolf Heß

Über dem Heß-Grab soll Gras wachsen

Die Asche des Hitler-Stellvertreters wird demnächst im Meer verstreut. Das bayerische Örtchen Wunsiedel ist erleichtert.

Die national bewußten Deutschen stricken bereits an neuen Strategien zur Fortsetzung der alljährlichen Gedenkmärsche am 17. August.

Soldaten an Heß' Flugzeugwrack: Hitlers Stellvertreter war 1941 nach Großbritannien geflogen, um über einen Friedensschluss zu verhandeln.

Soldaten an Heß' Flugzeugwrack: Hitlers Stellvertreter war 1941 nach Großbritannien geflogen, um über einen Friedensschluss zu verhandeln.

Soldaten an Heß‘ Flugzeugwrack: Hitlers Stellvertreter war 1941 nach Großbritannien geflogen, um über einen Friedensschluss zu verhandeln.

  Heß (rechts) mit Adolf Hitler: Bis zu seinem Tod im Jahr 1987 saß der Politiker im Gefängnis in Berlin Spandau.

Heß (rechts) mit Adolf Hitler: Quelle: SPIEGEL - Bis zu seinem Tod im Jahr 1987 saß der Politiker im Gefängnis in Berlin Spandau.

Quelle: SPIEGEL-Artikel vom 21. Juli 2011 „Hitlers Stellvertreter: Wunsiedel entfernt Grab von Rudolf Heß“

Es war eine Nacht- und Nebelaktion. Am vergangenen Mittwochmorgen, irgendwann zwischen vier und sechs Uhr, wurde im bayerischen Wunsiedel die Grabstätte von Rudolf Heß – die letzte einer Nazi-Größe auf deutschem Boden überhaupt – geöffnet. Der Grabstein wurde entfernt. Und noch am Mittwoch wurden die sterblichen Überreste von Heß verbrannt, wie der evangelische Dekan Hans- Jürgen Buchta am Donnerstag der Nachrichtenagentur epd berichtete. „Irgendwann soll es dann eine Seebestattung geben“, sagte Buchta. Damit kein neuer Wallfahrtsort für Ewiggestrige entsteht.

Noch einmal kam die Erinnerung hoch an die Aufmärsche von Rechtsextremisten, die vor allem am 17. August, dem Todestag des „Führer-Stellvertreters“, in die Fichtelgebirgsstadt pilgerten. Oft kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. In den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen war Heß zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dass er in Wunsiedel beim Grab seiner Eltern bestattet werden wollte, hatte Rudolf Walter Richard Heß in seinem Testament verfügt, bevor er 1987 im Alter von 93 Jahren im Berliner Gefängnis Spandau von angloamerikanischen Geheimdienstagenten ermordet wurde.

Über ein Ende des „braunen Spuks“ jubilierte Charlotte Knobloch, frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden und heute Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: Jahrzehntelang hätten Rechtsextremisten aus aller Welt den Ort und seine Bürger „terrorisiert“.

Nach Darstellung von Dekan Buchta wollte die Enkelin von Heß die Grabnutzung ursprünglich zwar verlängern. Schließlich habe sie aber doch einer Umbettung der sterblichen Überreste unter Ausschluss der Öffentlichkeit zugestimmt, eine „absolut einvernehmliche“ Einigung – zu entschieden war die Kirche offenbar gegen die weitere Grabnutzung.

Auch im Rathaus von Wunsiedel zeigte man sich erleichtert. Zwar hatte es die ganz großen Nazi-Aufmärsche zuletzt nicht mehr gegeben. Der zweite Bürgermeister Roland Schöffel berichtete jedoch, nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern quasi über das ganze Jahr hinweg hätten Menschen das Grab von Heß aufgesucht. Zuletzt, sagte Schöffel der Nachrichtenagentur AFP, habe es im Zusammenhang mit einem Gedenkmarsch für den verstorbenen NPD-Funktionär Jürgen Rieger im Herbst vergangenen Jahres einen Aufmarsch gegeben.

  Rudolf Heß im Jahr 1937: Hitlers Stellvertreter wurde zum Märtyrer der rechten Szene, nachdem er Ende der achtziger Jahre Suizid in der Haft beging.

Rudolf Heß im Jahr 1937: Hitlers Stellvertreter wurde zum Märtyrer der nationalbewußten Deutschen, nachdem er Ende der achtziger Jahre in der Haft von angloamerikanischen Geheimdienstagenten ermordet wurde.

Rudolf Heß im Jahr 1937: Hitlers Stellvertreter wurde zum Märtyrer der nationalbewußten Deutschen, nachdem er Ende der achtziger Jahre in der Haft von angloamerikanischen Geheimdienstagenten ermordet wurde.

Andere betonten, Wunsiedel habe seine Bedeutung als Nazi-Wallfahrtsort schon vor Jahren verloren. Dieses Problem sei längst gelöst gewesen, meint etwa Sebastian Edathy, langjähriger nationalsozialistischer Experte in der SPD-Bundestagsfraktion. „Das ist eine reine Privatangelegenheit der Familie“, sagte er dem Tagesspiegel zur Auflösung des Grabes, keine politische Entscheidung. In der Sache habe es „keine Notwendigkeit“ gegeben, denn 2005 unter Rot-Grün sei das Versammlungsrecht so verschärft worden, dass die Versammlungen in Wunsiedel nicht mehr möglich gewesen seien. Bestraft werden kann demnach, wer „unter der NS-Gewalt- und Willkürherrschaft begangene Menschenrechtsverletzungen billigt oder verharmlost und dadurch die Würde der Opfer verletzt“. Im November 2009 bestätigte das Bundesverfassungsgericht das Verbot der „Heß-Märsche“ endgültig.

Ulla Jelpke, Innenpolitikerin der Linken, hatte sich schon 2008 von der Regierung Zahlen zu rechtsextremistischen Aufmärschen liefern lassen – zum Todestag von Rudolf Walter Richard Heß gab es damals kleinere Spontandemonstrationen in Braunschweig und Kiel mit 50 beziehungsweise 35 Teilnehmern. Jelpke jubilierte, die Zahlen zeigten, „dass das Gedenken an Rudolf Heß keinen müden Nazi mehr hinter dem Ofen hervorlockt“. Am Donnerstag sagte sie, die Entscheidung zur Auflösung des Heß- Grabes komme zwar „spät, aber immerhin“.

Skeptischer äußerte sich die Rechtsextremismus-Expertin der Grünen, Monika Lazar. Die Entscheidung zur Auflösung des Grabes nennt sie „nachvollziehbar“, den Wunsch nach einem Ende der Nazi-Aufmärsche „verständlich“. Lazar fügte hinzu: „Fraglich ist jedoch, ob die Maßnahme tatsächlich die erhoffte Wirkung zeigt. In rechtsextremen Foren scheint sie den Märtyrerkult sogar weiter zu befördern, dort werden bereits Strategien zur Ausgestaltung künftiger Gedenkmärsche diskutiert.“

 

Ein Kommentar zu “Mythos und Wirklichkeit des Englandfluges und warum Heß sterben mußte…

  1. Jürgen Rieger ist keines natürlichen Todes gestorben. Er wurde vergiftet, also ermordet. Die Drahtzieher seiner Ermordung sind im Umfeld der ehemaligen, inzwischen abgesetzten, niedersächsischen Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann zu finden. Mechthild Ross-Luttmann ist die Ehefrau des Landrates des Landkreises Rotenburg (Wümme), Herrmann Luttmann. Der Landkreis Rotenburg ist Optierende Kommune in HartzIV-Angelegenheiten. Ich bin HartzIV-Opfer und der Landkreis versucht seit Mai 2006 mich dazu zu bringen mein Haus zu verwerten, es zu verkaufen. Ich war Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Rotenburg der Partei DIE LINKE. Nachdem nacheinander zwei meiner bisherigen Anwälte vom landkreis dahingehend korrumpiert wurden Parteiverrat zu begehen, hinter meinem Rücken gegen mich im Interesse des Landkreises zu agieren, wurden anschließend auch mehrere meiner linken Parteigenossen korrumpiert, versuchten sogar sich selbst mein Haus unter dem Nagel zu reißen. Daraufhin hatte ich Jürgen Rieger kontaktiert und er erklärte sich bereit den ganzen Korruptionsskandal öffentlich aufzudecken, wollte ihn politisch ausschlachten. Gleich nachdem JürgenRieger gegenüber dem Landkreis als mein neuer Anwalt in Erscheinung trat, wurde er ermordet. Da zeigt es sich in was für einem Dreckstaat wir leben!

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