Ex-Beamter Erwin A. gesteht Unterschlagung von knapp zwei Million Euro


Mit einem Geständnis hat der Prozess um den größten Fall von Veruntreuung in der Geschichte der Stadt Marburg begonnen. ‚Es tut mir furchtbar leid, aber ich bin nicht herausgekommen aus diesem Irrweg‘, sagte der 54-jährige Angeklagte am Dienstag vor dem Marburger Landgericht. Er räumte ein, zwischen Januar 2006 und Dezember 2010 rund 960.000 Euro Steuergelder veruntreut zu haben.

Städtischer Beamter der Beihilfestelle der Stadt Marburg Erwin A. mit gefalteten Händen

Städtischer Beamter der Beihilfestelle der Stadt Marburg Erwin A. mit gefalteten Händen

Insgesamt soll er sogar mindestens 1,6 Millionen Euro unterschlagen haben; die Fälle aus früheren Jahren sind jedoch verjährt.

Der einzige Mitarbeiter der städtischen Beihilfestelle habe über Jahre hinweg Fälle erfunden und das Geld auf seine eigenen Konten umgeleitet, sagte der zuständige Staatsanwalt. Meist zweimal im Monat überwies der Angeklagte demnach Tausende Euro an sich selbst. Allein für das Jahr 2010 kam das Rechnungsprüfungsamt auf einen Betrag von mehr als 200.000 Euro. Das System flog im Januar 2011 durch einen Buchungsfehler bei einer Überweisung auf.

Einen Großteil des Geldes hat der Mann bereits ausgegeben, einen Teil konnte die Staatsanwaltschaft sichern. Mehrere Autos – darunter wertvolle Oldtimer -, teure Uhren, eine Goldmünzensammlung und eine Ferienwohnung wurden gepfändet. Der Beamte hat zudem seine Pensionsansprüche verloren.

Erwin A. (Beamter der Stadt Marburg) gesteht die Unterschlagung von fast zwei Millionen EURONEN

Erwin A. (Beamter der Stadt Marburg) gesteht die Unterschlagung von fast zwei Millionen EURONEN

Der Angeklagte erklärte die Taten mit einer ‚Teufelsspirale‘. Ursprünglich habe er sich nur einmal einen Vorschuss gewähren wollen, den er später wieder verrechnen wollte. Doch dann habe sich sein Vorgehen ‚verselbstständigt‘, sagte er vor Gericht: ‚Die Bodenhaftung war völlig weg.‘ Dem Mann droht nun eine mehrjährige Haftstrafe.

Ein früherer Beamter aus Marburg soll sich mit städtischem Geld ein schönes Leben gemacht haben (wir berichteten) – von Dienstag an, steht er wegen gewerbsmäßiger Untreue vor dem Landgericht der Universitätsstadt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 54-Jährigen vor, zwischen Januar 2006 und Dezember 2010 fast eine Million Euro in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er als einziger Sachbearbeiter der Beihilfestelle der Stadt Marburg Gelder auf private Konten umleitete. Insgesamt soll er sogar 1,6 Millionen Euro veruntreut haben, doch ein großer Teil der Taten ist nach Angaben der Ermittler verjährt. Dem Mann droht eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Mit einem Geständnis hat der Untreue-Prozess gegen einen früheren Beamten der Stadt Marburg begonnen. Der 54-Jährige gab am heutigen ersten Verhandlungstag zu, dass er städtisches Geld in die eigene Tasche gesteckt hatte. Die Vorwürfe seien richtig, sagte der Angeklagte. Es tue ihm Leid, er sei in eine Teufelsspirale geraten und nicht wieder herausgekommen. Der Mann hatte laut Anklage als einziger Sachbearbeiter der Beihilfestelle der Stadt regelmäßig hohe Beträge auf private Konten umgeleitet. Damit finanzierte er seinen aufwendigen Lebensstil. Insgesamt soll er 1,6 Millionen Euro veruntreut haben. Ein großer Teil der Taten ist jedoch mittlerweile verjährt.

Das Geld, was er den Bürgern nahm, braucht er nicht zurück zu zahlen. Was hat man auch anderes von einem “Demokraten” in diesem korrupten System erwartet…

Ex-Beamter muss wegen Untreue ins Gefängnis – Marburger Landgericht verurteilt den Mann zu viereinhalb Jahren

Wegen der Veruntreuung von knapp einer Million Euro muss ein ehemaliger Beamter der Stadt Marburg ins Gefängnis. Die Wirtschaftsstrafkammer des Marburger Landgerichts verurteilte den 54-Jährigen am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Es handelt sich um den größten Fall von Untreue in der Geschichte der Stadt Marburg.

«Ich möchte mich aufrichtig entschuldigen», sagte der Ex-Beamte in seinem Schlussplädoyer: «Ich kann es nicht rückgängig machen, aber ich will daran mitarbeiten, es weitgehend zu heilen.» Das wird allerdings schwierig. Einen Großteil des Geldes hat der Mann ausgegeben, einen Teil konnte die Staatsanwaltschaft sichern.
Mehrere Autos – darunter wertvolle Oldtimer -, teure Uhren, eine Goldmünzensammlung und eine Ferienwohnung wurden gepfändet. Der Beamte hat zudem seine Pensionsansprüche verloren.

Einige der Taten waren schon verjährt

Insgesamt soll er seit 1997 mindestens 1,6 Millionen Euro veruntreut haben. Verhandelt wurden jedoch nur die noch nicht verjährten Fälle aus der Zeit von 2006 bis 2010, in der er 960.000 Euro Steuergelder veruntreute.

Der einzige Mitarbeiter der Beihilfestelle hatte er über Jahre hinweg fiktive Beihilfefälle erfunden und die Gelder auf seine eigenen Konten umgeleitet. Meist zweimal im Monat überwies er Tausende Euro an sich selbst. Allein für das Jahr 2010 kam das Rechnungsprüfungsamt auf einen Betrag von mehr als 200.000 Euro.

Möglich war dies, weil das sogenannte Vier-Augen-Prinzip seit 1997 nicht mehr existierte. Zuvor waren die Belege von einem weiteren Mitarbeiter überprüft worden.

Wegen eines Buchungsfehlers aufgeflogen

Der Angeklagte erklärte die Taten mit einer «Teufelsspirale».
Ursprünglich habe er sich nur einmal einen Vorschuss gewähren wollen, den er später wieder verrechnen wollte. Doch dann habe sich sein Vorgehen «verselbstständigt», sagte er vor Gericht: «Die Bodenhaftung war völlig weg.» Das System war im Januar 2011 aufgeflogen, weil es einen Buchungsfehler bei einer Überweisung gab.

Anschließend wurde der Millionendieb zum Thema im Marburger Kommunalwahlkampf. Es wurde ein Akteneinsichtsausschuss eingerichtet. Die CDU forderte den Rücktritt von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Allerdings war die Kontrolle der Beihilfeanträge bereits unter dem früheren CDU-Oberbürgermeister Dietrich Möller faktisch abgeschafft worden. Vaupel wurde wiedergewählt.

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