Volks-Bundesrath mit Erhard Lorenz


The Lesser Arms of the German Empire, 1871

The Lesser Arms of the German Empire, 1871

Volks-Bundesrath mit Erhard Lorenz

Friedensvertrag Info

Erhard Lorenz fungiert mit seinem „Kahltal-Verlag“ als Herausgeber der „Deutsche Reichszeitung“, die unter einer eigenen Internetadresse veröffentlicht wird und im November 2005 mit einer „Sonderausgabe“ erschien. Im Rahmen dieser Sonderausgabe widmete man sich neben der Nationalhymne in aller Ausführlichkeit den üblichen Thesen vom „Deutschen Reich“. Die „Reichszeitung“ ist der „KRR“ des Wolfgang Ebel zuzuordnen, wie sich damals aus dem Internetauftritt ergab (Screenshot). Jedenfalls die dort verwendete Flagge und der „Reichsadler“ entsprechen jedoch auch den von der „Exilregierung Deutsches Reich“ verwendeten. In der Sonderausgabe wurde u.a. auf das „Magazin 2000plus“ der damaligen „Reichsaußenministerin“ Ingrid Schlotterbeck verwiesen (Screenshot). In der Folgezeit wurde der Internetauftritt komplett umgestaltet. Auch die „Werbung“ innerhalb der einzelnen Ausgaben der „Reichszeitung“ wurde vielfältiger, beschränkte sich nicht mehr auf Internetseiten der Ebel-„KRR“, sondern umfaßte auch Internetauftritte anderer „Reichsregierungen“ bzw. „Reichsideologen“.

Doch Lorenz ist nicht nur „Verleger“, der „Publikationen“ im Angebot hat (Screenshot). Eine einfache Internetrecherche zeigt, daß er zudem im Im- und Export Erfahrungen gesammelt hat. Auf seiner privaten Internetseite bezeichnet er sich als „selbständiger Kaufmann“ mit einschlägigen Erfahrungen im „Direktvertrieb, Network-Marketing, Handel und Vertrieb von Produkten aus Umwelt, Ernährung, Gesundheit, Finanzen und Werbung“ (Screenshot). Was den Vertrieb von Produkten aus Ernährung und Gesundheit angeht, so verweist Lorenz auf die deutsche Internetseite der „Rosehip International Inc.“ (Screenshot). Dort werden „Vitamine, Mineralien, Aminosäuren“ angeboten oder kurz „natürliche Nahrungsergänzungen“ (Screenshot) und die „orthomolekulare Medizin“ beworben. Bemerkenswert an dem Internetauftritt ist in erster Linie der Name der Inhaberin: Petra Lachmann. Eine Frau dieses Namens fungiert in der „Exilregierung Deutsches Reich“ als „Reichsminsterin für Gesundheit, Familie und Soziales“. Diese stellte sich – wie einem Bericht des ZDF-Magazins „Mona Lisa“ aus dem April 2005 zu entnehmen ist, auf einer Informationsveranstaltung der „Exilregierung“ als Ärztin vor. Eine zufällige Namensgleichheit?

Auch die Internetseite „Menschen mit gemeinsamen Zielen“ ist auf Lorenz registriert. Hier werden „Internetnachrichten“ verbreitet. Die erste im Archiv befindliche Nachricht mit dem Titel „Das Deutsche Reich?“ stammt vom 25.02.2005. Am Ende des Beitrags findet sich schließlich ein Verweis auf die Internetseite der „Exilregierung Deutsches Reich“, also eigentlich zu Ebels Konkurrenz (Screenshot).

Weiterhin betrieb Erhard Lorenz die Internetseite niedersteinbach.de. Hier verbreitete er ebenfalls teilweise krude Theorien. Zur Geschichte von Niedersteinbach schreibt er beispielsweise: „Bis 1972 war Niedersteinbach weit über 100 Jahre politisch eine eigenständige Gemeinde wurde zwangsaufgelöst und gehört heuer zum Markt Mömbris. Seit dem 18. Juli 1990 ist durch die Löschung der BRD und des Artikel 23 GG, die Gemeinde Niedersteinbach unter der Willkürherrschaft der Gemeinde Markt Mömbris gezwungen, die Handlungsunfähihgkeit auf Kosten der Bewohner zu akzeptieren und zu dulden“ (Screenshot). Spätestens seit Ende Oktober 2006 ist diie Internetadresse jedoch auf die örtliche Verwaltung registriert.

Das „Main-Echo“ berichtete im März 2001 über Lorenz‘ Aktivitäten im Rahmen einer Bürgerinitiative gegen die geplante Errichtung einer Mobilfunkantenne in Niedersteinbach.

Äußerst interessant ist ein weiteres Betätigungsfeld des selbsternannten „Rechtssachverständigen zur Rechtsordnung des Staates 2tes Deutsches Reich“: mit der „Pro-VISION Multimedia“ bietet er „Speicherplatz schon ab 2,50 Euro“. Im Impressum des Internetauftritts gibt er – obwohl für ihn als „Reichsbürger“ doch eigentlich überflüssig – brav seine Umsatzsteuernummer an (Screenshot). Dieses Betätigungsfeld ist deshalb so interessant, weil zu Lorenz‘ Kunden u.a. Jo Conrad zählt, dessen ehemaliger Provider den Vertrag für Conrads Domain im März 2004 fristlos gekündigt hatte. Conrad lobte den neuen Provider bei Neueröffnung seiner Seite als jemanden, der sicherlich nicht so leicht „einzuschüchtern“ sei wie sein ehemaliger Provider (Screenshot).

Anfang 2007 enthielten die Denic-Einträge für die auf Lorenz registrierten Internetadressen der „Reichszeitung“ und des „Reichsverlags“ den Zusatz „Reichswirtschaftsministerium“ (Screenshot). Außerdem prangte auf der Startseite des „Reichsverlags“ Hakenkreuzsymbolik als „Hoheitszeichen des Deutschen Reiches von 1935 bis heute“ (Screenshot). Darüber hinaus wurde auf eine Internetseite des Christoph Kastius verwiesen (Screenshot).

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